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Schweriner Firma investiert : Sojaland verfünffacht Produktion

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Getränkehersteller in Süd investiert 17,5 Millionen Euro in Produktion und Logistik: Grundstein für neues Rohstofflager gelegt

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Der Getränkehersteller Mona Sojaland in Süd steigert seine Produktion und baut dazu seinen Schweriner Standort aus. „Wir haben im vergangenen Jahr rund elf Millionen Euro in die Erweiterung der Anlagen gesteckt und werden in diesem Jahr etwa 6,5 Millionen Euro in den Neubau von zwei Lagerhallen investieren“, sagt Werkleiter Nils Lange. Gestern wurde für den ersten Bauabschnitt, die Errichtung einer rund 1200 Quadratmeter großen Logistikhalle mit Rohstofflager, der Grundstein gelegt. In wenigen Wochen soll mit dem zweiten Teilprojekt, einer 5500 Quadratmeter großen Lagerhalle, begonnen werden.

Hintergrund der Investitionen ist die gestiegene Nachfrage nach Soja-Drinks und anderen, auf pflanzlicher Basis wie Hafer oder Reis hergestellten Getränke, erläutert Lange. „Gesundheitsbewusste Ernährung ist ein angesagter Trend. Vegane Milchalternativen finden immer mehr Freunde.“ Das sei der große Unterschied zu früher. Und der Schweriner Werkleiter kann das an Zahlen festmachen: Noch vor wenigen Jahren wurden etwa acht bis neun Millionen Liter Getränke bei Mona Sojaland produziert, 2016 waren es schon 36 Millionen. „Dieses Jahr rechnen wir mit 54 Millionen, für 2018 sind 79 Millionen Liter prognostiziert“, berichtet Lange.

Produziert wird rund um die Uhr. Nur zu Weihnachten und zum Jahreswechsel werden die Maschinen für einige Stunden angehalten. Hergestellt werden neben den eigenen Marken „Joja“ und „Dream“ auch zahlreiche Produkte für andere Herstellermarken, die bei Aldi, Lidl, Kaufland, Carfour und weiteren Ketten gelistet sind. „Unsere Produkte sind europaweit im Vertrieb und werden bis nach Arabien und Südafrika exportiert“, berichtet der Schweriner Werkleiter.

Die Produktion bei Mona Sojaland läuft zwar weitgehend vollautomatisch, doch für die enormen Steigerungsraten wird auch mehr Personal benötigt. „Wir haben im vergangenen Jahr mehr als 20 Leute eingestellt und haben derzeit 72 Beschäftigte. Wir brauchen aber weitere Mitarbeiter“, sagt Werkleiter Lange.

Die Neubauten realisiert Mona Sojaland mit der Baufirma Goldbeck. Ausschlaggebend sei die Fachkompetenz des Bauspezialisten. „Wir können bauen, unser Unternehmen schafft mehr als 700 Aufträge im Jahr“, sagt der Leiter der Rostocker Goldbeck-Geschäftsstelle, Volker Huber. Und die Firma hat Erfahrung mit großen Hallen. So konnten bei der Baugrunderkundung in Süd frühzeitig Unebenheiten erkannt und ausgeglichen werden.

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