Schwerin : So leben die Flüchtlinge bei uns

Für die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien gibt es in Stern Buchholz auch einen Spielplatz. Bei einem Vor-Ort-Termin schauten sich Anwohner auch die hergerichtete Außenanlage an.  Fotos: Reinhard Klawitter (3)
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Für die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien gibt es in Stern Buchholz auch einen Spielplatz. Bei einem Vor-Ort-Termin schauten sich Anwohner auch die hergerichtete Außenanlage an. Fotos: Reinhard Klawitter (3)

In der neuen Aufnahmestelle in Stern Buchholz konnten sich Anwohner ein Bild von der Unterkunft machen

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01. Juni 2015, 21:00 Uhr

Die Zimmer sind betont schlicht eingerichtet: Einfache Betten, Metallschränke, Tisch und Stühle, die Wände gestrichen, der Fußboden ohne Auslegeware. Zwei Blöcke auf dem ehemaligen Kasernengelände in Stern Buchholz dienen von heute an als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Asylbewerber. Die ersten Bewohner: 20 Flüchtlinge aus Syrien.

Nach und nach würden weitere Asylbewerber in Stern Buchholz eintreffen, kündigte die Sprecherin des Innenministeriums, Marion Schlender, an. 300 Frauen, Männer und Kinder sollen es in der ersten Phase sein. Ausgelegt ist die Außenstelle der zentralen Einrichtung von MV in Horst für maximal 450 Personen. Die Betreuung der Flüchtlinge wird von den Maltesern übernommen, mit denen das Land einen Vertrag abgeschlossen hat.

Sanitäre Anlagen, Aufenthaltsräume, Küche und Speisesaal sowie Spielplatz wurden ebenfalls für die Gäste hergerichtet. Zahlreiche Stern Buchholzer nutzten bereits die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten zu machen. „Man konnte sich einen eigenen Eindruck verschaffen“, sagt Angelika Kämpf, die sich aber schon im Vorfeld eine bessere Informationspolitik des Landes gewünscht hätte. Die Haltung vieler Anwohner fasst Rainer Schlie zusammen: „Wir warten jetzt ab, wie sich das Zusammenleben mit den Flüchtlingen entwickelt.“

Die Stadt Schwerin bereitet sich unterdessen auf weitere Asylbewerber vor. Bei der Betreuung von anerkannten syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen sollen nun zwei so genannte Integrationslotsen helfen, teilt Stefan Jäger von der Stadtverwaltung mit.

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