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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 03:22 Uhr

Plate : So kommt der Apfel in die Flasche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kindergarten- und Schulkinder sind in der Plater Gärtnerei dabei, wenn ihre Früchte zu Most verarbeitet werden

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Die Mädchen und Jungen aus der Plater Tagespflege-Einrichtung Liliput sind schon ganz aufgeregt. Aus ihren Äpfeln soll Saft werden, den sie auch gleich probieren dürfen. Und das Schönste dabei: Die Kleinen erleben das alles hautnah mit. „Wenn wir hier bei uns im Dorf die Möglichkeit haben, so ein Projekt wahrzunehmen, dann machen wir das doch“, sagt Tagesmutter Jördis Dahl.

Der Besuch bei Gärtner Peter Rasch ist dabei der Höhepunkt des Apfel-Projektes. Denn zur Aktion gehört mehr. Die Kinder schauen bereits im Frühjahr, welcher Baum blüht und an welchem dann Äpfel heranwachsen. Die Früchte können jetzt geerntet werden. „Es war ganz schön schwer, die gewünschten 50 Kilogramm Äpfel zusammen zu bekommen“, erzählt Jördis Dahl. Eine Erfahrung, die nicht nur die Plater Kinder machen mussten. „Eigentlich ist die Apfelernte in diesem Jahr katastrophal“, erzählt Peter Rasch. Vor allem die Spätfröste im Frühjahr sind schuld daran.

Seit Anfang September nimmt die Plater Gärtnerei dennoch Äpfel für die Dodower Mosterei im Tausch gegen deren Saft an. Darüber hinaus können Privatkunden in der hauseigenen Presse Direktsaft aus den eigenen Früchten herstellen lassen. „Das wird von Jahr zu Jahr beliebter“, berichtet Rasch. Da sich dafür auch Schulklassen und Kindergartengruppen interessieren, machte Peter Rasch ein Projekt daraus. Dieses hat er „Wie kommt der Apfel in die Flasche“ genannt. „Mir ist wichtig, dass sich die Kinder mit den Äpfeln beschäftigen, selbst aktiv werden und sehen, woher ihre Lebensmittel kommen“, fügt Rasch an. Die Resonanz sei enorm. Bis Ende Oktober sind Gruppen aus Grundschulen und Kitas der Region in der Plater Gärtnerei zu Gast.

Zuerst erläutert Peter Rasch den Kindern, wie ein reifer, süßer Apfel aussehen muss: „Von denen schmeckt der Saft am besten.“ Die Kinder dürfen die Äpfel selbst auf die Rutsche legen, die die Früchte ins Wasserbad bringt. Nach dem Zugucken beim Waschen, Zerhäckseln und Auspressen dürfen die kleinen Gäste auch den frischen Saft probieren. Fertig ist der Most aber noch nicht. Der Direktsaft wird noch auf nicht ganz 80 Grad Celsius erhitzt und so haltbar gemacht. Am Ende kommt der Saft nicht in die Flasche, sondern in Fünf-Liter-Schläuche.

Sieben solcher Beutel nahmen die Liliput-Kinder mit in ihre Einrichtung. „Den allein auszutrinken, das schaffen wir nicht“, ist Jördis Dahl überzeugt. Die Tagesmutter hat jedoch ein Idee, den Saft zu verwenden: Am 20. Oktober wird an der Tagespflegeeinrichtung das Laternenfest gefeiert. „Am Ende gibt es dann heißen Apfelsaft – hergestellt aus eigenen Äpfeln“, verrät sie. Und für die Tagesmutter steht auch fest, dass dieses Projekt im nächsten Jahr wieder stattfinden kann.

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