99-Sekunden-Streifen über zwei junge Schweriner Fußballer : Smiley-Kicker stürmen Leinwand

<strong>Sponsoren-Suche im Film: </strong>Dominic (l.) und Steffen bitten auch Stephanie Häkel um Unterstützung für ihr fiktives Fußball-Team 'Smiley-Kicker'. Regisseur Michael Langer hält das Geschehen mit der Kamera fest. Der Schweriner will sein künstlerisches Talent bei einem Nachwuchswettbewerb unter Beweis stellen.<foto>Reinhard Klawitter</foto>
Sponsoren-Suche im Film: Dominic (l.) und Steffen bitten auch Stephanie Häkel um Unterstützung für ihr fiktives Fußball-Team "Smiley-Kicker". Regisseur Michael Langer hält das Geschehen mit der Kamera fest. Der Schweriner will sein künstlerisches Talent bei einem Nachwuchswettbewerb unter Beweis stellen.Reinhard Klawitter

In 99 Sekunden will Michael Langer die Geschichte von zwei Fußball-Fans erzählen, die sich ihren Enthusiasmus für das runde Leder auch durch die Rückschläge bei der Sponsoren-Suche nicht nehmen lassen.

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27. Januar 2013, 07:27 Uhr

Schwerin | "Smiley-Kicker", so soll das Fußball-Team heißen, das Steffen und Dominic aus der Taufe heben wollen. Aber woher das Geld für die Trikots nehmen? Die beiden Jungen machen sich auf die Suche nach Sponsoren. Doch wo sie auch hinkommen, die Schüler werden ab gewiesen. Irgendwann haben Steffen und Dominic die Nase voll, schnüren ihre Sportschuhe und lassen Verein einfach Verein sein.

In 99 Sekunden will Michael Langer die Geschichte der beiden Fußball-Fans erzählen, die sich ihren Enthusiasmus für das runde Leder auch durch die Rückschläge bei der Sponsoren-Suche nicht nehmen lassen. Die Zeit hat sich der 26-jährige Schweriner, gelernter Maler, nicht selbst gesetzt. Er macht bei dem "99Fire-Films-Award" mit, dem nach Angaben der Veranstalter größten Kurzfilmwettbewerb parallel zur Berlinale. Der Hauptpreis solle bei einer glamourösen Gala am 14. Februar im Berliner Admiralspalast vergeben werden.

Mehr als 5000 Teams haben sich bei dem Wettbewerb für Nachwuchstalente angemeldet. Am Freitag um 10 Uhr wurde das zentrale Thema bekannt gegebe n: "Wir machen’s einfach". Seitdem tickt die Uhr. Bis Dienstag um 13 Uhr haben die Teilnehmer nun Zeit, ihre ganz in dividuellen Vorstellungen künst lerisch umzusetzen - 99 Stunden für einen 99-sekündigen Film. Dem Gewin ner winken als Prämie 9999 Euro.

"Durch Zufall habe ich im Fernsehen von dem Wettbewerb erfahren und mich spontan angemeldet", berichtet Michael Langer. Ebenso spontan sei ihm die Idee für seinen Kurzfilm gekommen, erzählt der Schweriner, selbst lei den schaft licher Fußballer, der vor Jahren auch schon mal eine Freizeitmannschaft ge gründet hat und heute Übungsleiter bei der E-Jugend von Dynamo Schwerin ist.

In der Dynamo-Mannschaft spielt auch Dominic Stettner (11), der mit seine m Kumpel Steffen Kubetzek (13) im Film die Klinken von Sponsoren putzt. "Die Arbeit am Film ist cool", sagen die Jungen. Auch seine Bekannte Stephanie Häkel konnte Langer für das Filmprojekt begeistern. "Vor der Kamera zu stehen, macht Spaß, auch wenn manche Szene ein paar Mal wiederholt werden muss", sagt die 22-Jährig e.

Gedreht haben Langer und sein Team auf dem Dreesch und in Neumühle. "Nachbarn sind in die Rolle der Spon soren geschlüpft", erzählt der Regisseur, der ohne ausgefeiltes Drehbuch arbei tet und seine Schauspieler auch schon mal improvisieren lässt. Wichtig ist Langer die Botschaft seines Films: "Immer wieder werden junge Leute ermun tert, einer sinnvollen Freizeit beschäftigung nachzugehen, aber wenn sie Unterstützung brauchen, denn lässt man sie im Stich."

Unter dem Vorsitz des Geschäfts führers von "Constantin Film", Thorsten Koch, wird eine hochkarätige Jury aus Schauspielern und Branchenkennern, darunter Ursula Karven, Kai Wiesin ger, Sonja Kirchberger und Kostja Ullmann, die Beiträge zum "99Fire-Films-Award" sichten und Preise in den Kategorien "Bester Film", "Beste Idee" und "Beste Kamera" vergeben. Zusätzlich soll auf my.video.de ein Publikumspreis gewählt werden.

Für die Preisverleihung im Admiralspalast werden neun Teams nominiert. "Dort möchten wir dabei sein", sagt Michael Langer selbstbewusst.

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