zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 15:25 Uhr

Ausgrabungen : Slawenwall erzählt Stadtgeschichte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

War das erste Schwerin ein Schmelztiegel der Kulturen? Archäologische Funde aus Schlossinnenhof werden fürs Museum aufgearbeitet

von
erstellt am 08.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Inmitten von „Wiesen, Dickicht und Morast (…) südlich von Grad befindet sich eine Burg, die in einem Süßwassersee erbaut ist“, notiert der jüdische Reisende Ibrahim Ibn Jakub. Er reitet etwa im Jahr 973 südlich der Mecklenburg.

Heute ist sich Archäologin Marlies Konze nach dem jüngsten Sensationsfund im Schlossinnenhof fast sicher: „Ibrahim Ibn Jakub ist am heutigen Schwerin vorbeigeritten.“ Ein Ausgrabungsteam des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege legt derzeit in 4,50 Meter Tiefe einen slawischen Burgwall frei. Nach ersten dentrologischen Untersuchungen der hölzernen, mehrere Meter dicken und gut erhaltenen Verteidigungsanlage datieren Berliner Experten sie ins Jahr 965. Die Slawen verbauten vor allem Eichen und Buchenstämme – „ohne Nägel und Metall“, erläutert die Archäologin, die eigentlich eher in der frühen Neuzeit zu Hause ist.

Mehr lesen Sie in der Print-Ausgabe oder im E-Paper.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen