Böller und Raketen : Silvester 2013: Feiern nach Vorschrift

Heute und morgen  begrüßen die  Schweriner mit Knallern und Feuerwerkskörpern das neue Jahr. Kathleen Scherbarth verkaufte gestern in der Drogerie „Budnikowsky“ im Schlossparkcenter “ Raketen, Böller, Lichtfontänen und Knallfrösche.
Heute und morgen begrüßen die Schweriner mit Knallern und Feuerwerkskörpern das neue Jahr. Kathleen Scherbarth verkaufte gestern in der Drogerie „Budnikowsky“ im Schlossparkcenter “ Raketen, Böller, Lichtfontänen und Knallfrösche.

Beim Böllern rund um Mitternacht müssen Sicherheitsabstände eingehalten werden und am nächsten Tag ist Aufräumen angesagt

svz.de von
31. Dezember 2013, 10:00 Uhr

Zu Hause, bei Freunden, im Restaurant, im Theater oder im Club: Die Schweriner begrüßen das neue Jahr an ganz unterschiedlichen Orten. In diesem Jahr erwartet Deutschland ein Rekord-Feuerwerk, noch nie haben die Bundesbürger so viel Geld in Knallkörpern angelegt. Auch in der Landeshauptstadt wird es selbst ohne Zentralfeuerwerk wieder hoch hergehen. Beliebte Plätze für den Böllerspaß um Mitternacht sind u.a. der Pfaffenteich oder der Zippendorfer Strand. Damit der Rutsch ins neue Jahr wirklich gut, ohne Nachbarschaftsstreit und und vor allen Dingen ohne Verletzungen ausgeht, sollten allerdings einige Tipps befolgt werden. Fürs richtige Silvesterfeuerwerk gibt es konkrete Regeln, Vorschriften und sogar Bußgeldandrohungen.

Ordnungsdezernent Dr. Wolfram Friedersdorff warnt z.B. vor dem Abbrennen von Böllern, die in Deutschland nicht zugelassen sind. „Unfälle, Verletzungen und Brände verderben garantiert die Silvesterstimmung. Deshalb sollten bei der Silvesterknallerei zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit der Nachbarschaft die Vorschriften beachtet werden.“ Friedersdorff verweist auf die „Anordnung zum Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen“. Auch das Steigenlassen von so genannten Himmelslaternen ist in Mecklenburg-Vorpommern auch an Silvester verboten.

Wer in der Silvesternacht ausgiebig knallt, sollte am nächsten Tag das Fegen nicht vergessen. Laut Straßenreinigungssatzung sind Verursacher übermäßiger Verschmutzungen der Straßen und Bürgersteige durch Feuerwerksreste verpflichtet, diese unaufgefordert wieder zu beseitigen.

Kühler Kopf sollte nicht nur bei der Knallerei, sondern auch in punkto Alkohol gewahrt bleiben, so Jens Krause von der Schweriner Berufsfeuerwehr. „Im vergangenen Jahr musste der Rettungsdienst verstärkt ausrücken, weil Menschen zu viel getrunken hatten. Außerdem gab es etliche Brand- und Augenverletzungen durch Silvesterknaller“, berichtet er. Auch Müll- und Altpapiertonnen würden zu Silvester oft mutwillig in Brand gesetzt. Der Feuerwehrmann rät, diese Tonnen zu Silvester möglichst aus den öffentlichen Verkehrsflächen zu entfernen.

Laut Sprengstoffgesetz dürfen Feuerwerkskörper der Klasse II – dazu gehören Raketen aller Art, Kanonenschläge etc. – nur an Erwachsene verkauft werden. Die Böller und Silvesterraketen dürfen vom 2. Januar bis 30. Dezember nicht abgebrannt werden. Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II sind durch einen entsprechenden Aufdruck auf der Verpackung deutlich erkennbar.

Natürlich muss auch an diesen beiden Tagen auf die Nachbarschaft Rücksicht genommen werden. Lärmbelästigungen durch Knallerei außerhalb der üblichen Zeiten für Feiern zum Jahreswechsel sind zu vermeiden, so die Ordnungsbehörde der Landeshauptstadt. Die Sicherheitsabstände sind in Schwerin übrigens genau vorgeschrieben. Die seit 1998 gültige Anordnung zum Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen schreibt vor, dass in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen auch zu Silvester und am Neujahrstag aus Lärmschutzgründen nicht geknallt werden darf. Verboten ist das Abfeuern von Raketen und so genannten „Römischen Lichtern“ in der Landeshauptstadt im Umkreis von 150 Metern um brandgefährdete Objekte wie reetgedeckte Gebäude, Holzlager und Tankstellen. Im Umkreis von 50 Metern um brandgefährdete Objekte dürfen grundsätzlich keine pyrotechnischen Gegenstände der Klasse II abgebrannt werden. Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen bis zu zehntausend Euro geahndet werden.

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