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Auf dem Weg zum Stadtführer : Sie wollen Schwerins Perlen zeigen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

32 Geschichtsinteressierte bereiten sich in einem Volkshochschulkurs darauf vor, Gästen die Stadt zu erklären

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 21:30 Uhr

Am 21. Februar wird weltweit der Gästeführertag begangen und auch die Stadtführer der Landeshauptstadt bieten dann Sonderführungen an. Doch sie haben Nachwuchssorgen. „Wir würden gern noch zehn bis 15 Stadtführer mehr beschäftigen“, sagt Cornelia Liebenow von der Stadtmarketing Gesellschaft.

An deren Ausbildung wird indes bereits gearbeitet. Stadtmarketing und Volkshochschule haben gemeinsam das Konzept für einen entsprechenden Kurs erarbeitet. Nach der öffentlichen Ausschreibung eines Stadtführerlehrgangs hatten sich mehr als 50 Interessenten zu einer Informationsveranstaltung im Schleswig-Holstein-Haus eingefunden. Martina Müller, Geschäftsführerin der Stadtmarketing Gesellschaft, und Marita Schwabe, Leiterin der Volkshochschule, stellten Umfang und Ablauf des Lehrganges sowie die inhaltlichen Schwerpunkte vor.

„Gästeführer zu sein bedeutet in erster Linie, Botschafter der Landeshauptstadt zu sein“, sagt Martina Müller. „Wer bei uns arbeiten will, muss sich nicht nur in der Stadt gut auskennen, er oder sie braucht profunde Kenntnisse über Schwerins Geschichte und Gegenwart und muss auch kommunikativ sein.“

Inhaltlich wird der Lehrgang, für den sich letztendlich 32 Interessenten eingeschrieben haben, durch die Volkshochschule ausgestaltet. „Wir haben erfahrene Dozenten für den Kurs gewinnen können“, sagt Marita Schwabe. So könnten viele verschiedene Facetten beleuchtet werden. Und sie nennt einige Beispiele: Zu Schwerins Gastronomie und Hotellerie beispielsweise könne Hans-Joachim Falk viel erzählen. Er ist selbst Stadtführer und zudem Mitautor des umfassendsten Werkes, das zur Kneipengeschichte der Stadt erschienen ist. Ein Pastor werde die Kirchen der Stadt vorstellen. Vize-OB Bernd Nottebaum will über den Wirtschaftsstandort Schwerin sprechen. Stadtarchivar Dr. Bernd Kasten präsentiert interessantes Wissen und unterhaltsame Anekdoten aus der Geschichte der Stadt.

„Darüber hinaus haben sich auch alle größeren Schweriner Kultureinrichtungen bereit erklärt, in Sonderführungen die angehenden Stadtführer durch ihre Häuser zu geleiten und ihnen dabei auch Blicke hinter die Kulissen zu ermöglichen“, berichtet Marita Schwabe.

Am Ende des Kurses steht eine Prüfung. Angst davor müsse aber niemand haben, versichert Müller. „Wir fragen keine Jahreszahlen oder Fakten ab, sondern führen die Prüfung in Form einer Stadtführung durch, nur dass wir dabei die Gäste spielen“, verrät die Geschäftsführerin.

Pluspunkte haben angehende Stadtführer mit Fremdsprachenkenntnissen, denn immer mehr Schwerin-Besucher kommen aus dem Ausland. Deshalb haben diese Lehrgangsteilnehmer am Ende auch gute Chancen, die begehrten Verträge zu bekommen, da nur zehn bis 15 beschäftigt werden können. Doch verlieren kann keiner bei dem Projekt, denn Wissensgewinn über die Heimatstadt ist garantiert.

 

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