Frauen in Männerberufen : Sie sorgt fürs richtige Licht

Installieren, dimmen, umbauen: Anke Koch sorgt dafür, dass die Schauspieler und Sänger im Scheinwerferlicht stehen.
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Installieren, dimmen, umbauen: Anke Koch sorgt dafür, dass die Schauspieler und Sänger im Scheinwerferlicht stehen.

Anke Koch steht lieber hinter der Bühne – sie ist Beleuchtungsmeisterin im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin

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27. September 2015, 23:23 Uhr

Ihr Arbeitsplatz ist im Staatstheater. Aber nicht auf der Bühne. Jedenfalls nicht als Schauspielerin oder Sängerin. Anke Koch ist Beleuchtungsmeisterin. „Und da bin ich genau richtig. Auf die Bühne, so richtig im Mittelpunkt, wollte ich nie stehen“, erzählt die 40-Jährige und schmunzelt. Denn: In der ersten Klasse hatte sie ein prägendes Erlebnis. „Ich war im Chor und musste auf der Bühne singen – einmal und nie wieder“, erklärt sie mit ruhiger Stimme.

Im Theater arbeitet Anke Koch in einem Team mit zwölf Männern. Sie ist die einzige Frau. Was aber gar kein Problem sei. „Ich fühle mich wohl“ , sagt sie. Sie arbeite gerne mit den Kollegen zusammen. Es sei einfach ein tolles Miteinander.

Die 40-Jährige mit den kurzen hellbrauen Haaren erklärt mit ruhiger Stimme, was ihre Aufgaben sind. Sehr genau. Detailliert. Sie ist zuständig für die Zusammenstellung, für den Auf- und Abbau, für die Verkabelung und Bedienung, und auch für die Überprüfung, Wartung und Instandhaltung der Beleuchtung auf und hinter der Bühne im Staatstheater. Seit sechs Jahren. Nun in der siebten Spielzeit.

„Bevor ein Stück auf die Bühne kommt, lernen sich alle Beteiligten in der so genannten Bauprobe kennen“, erklärt Anke. Sachlich. Aber begeistert. In dieser Besprechung werden die Ideen vorgestellt. Das Stück. Die Wünsche und Anregungen des Regisseurs. „Und danach beginnt dann die genaue Planung. Wie was wann richtig beleuchtet, an- und ausgestrahlt wird“, erläutert die Beleuchtungsmeisterin. Dann werde gebaut. Diese ersten Planungen finden bereits drei bis vier Monate vor der Premiere des Stücks statt. „Die Endproben, mit allen Beteiligten sind dann zwei bis drei Wochen vor der ersten Aufführung.“

In der aktuellen Spielzeit freut sich Anke besonders auf „Salome“. „Ich habe es schon mal in einem anderen Theater gesehen und es war toll“, schwärmt die Theaterliebhaberin. Mal woanders arbeiten? Nein. Anke möchte immer im Theater werkeln. „Ich liebe es“, sagt sie lächelnd.

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