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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 07:38 Uhr

Frauen in Männerberufen : Sie sorgt für warme Stuben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Regina Haubold ist Diplom-Ingenieurin für Kraftwerkstechnik und kümmert sich um die Biogasanlage in Schwerin-Süd

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Wohlig warme Stuben, Strom für Licht und Kaffeemaschinen – in Schwerin hat Regina Haubold ihren Anteil daran. Die Diplom-Ingenieurin für Anlagentechnik sorgt dafür, dass die Biogasanlage der Stadtwerke in Süd immer auf dem neuesten Stand ist und zuverlässig läuft.

Nach dem Studium an der Sektion Energieanlagentechnik der Technischen Universität Dresden kam sie 1986 zum Energiekombinat Schwerin (EKS). „Damals wurde gerade der Bau eines weiteren Kohleheizwerkes gegenüber dem Ziegeleihof in Lankow geplant“, erinnert sich Regina Haubold. „Das ist dann wegen der Wende Gott sei Dank nichts mehr geworden.“ Nachfolger des EKS wurden später die Stadtwerke. Dort betreute die Diplom-Ingenieurin von 2004 an dann die Planung und den Bau der Biogasanlage und wechselte nach deren Fertigstellung zum Betreiber, der Stadtwerketochter BioEnergie. „Ich musste mich dann auch mit Biologie und Chemie beschäftigen“, sagt Regina Haubold. Maissilage und Roggenschrot, Milchsäure- und Essigsäurebakterien wurden zum Thema. „Deshalb habe ich einen Lehrgang für den Betrieb von Biogasanlagen besucht.“ Es war die erste Ausbildung dieser Art. Und alles war noch etwas „ungeordnet“. Heute, mit großer praktischer Erfahrung, sagt sie, dass die Arbeit sehr abwechslungsreich und interessant ist. Dabei lief längst nicht alles reibungslos. „Bis zum Herbst 2014 mussten wir uns mit allerlei Problemen rumschlagen.“ Umbauten wurden vorgenommen. Jetzt läuft alles reibungslos. „Einige Anlagenteile müssen demnächst aber erneuert werden“, sagt die Ingenieurin. Sie arbeitet deshalb daran, die bestmögliche Lösung zu finden.

Während des Studiums waren Frauen an der Sektion Energieanlagentechnik eher die Ausnahme, weiß Regina Haubold zu berichten. „Soweit ich weiß, bin ich die Einzige, die noch im Beruf geblieben ist.“

Die Schwerinerin ist passionierte Radfahrerin – egal bei welchem Wetter. „Nur bei sehr viel Eis und Schnee nehme ich doch lieber Busse und Bahnen.“

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