Tourismus in Schwerin : Sie machen Schwerin schmackhaft

Eine von vielen Neueröffnungen in der Stadt: Seit Oktober bedient Restaurantfachfrau Nicole Ruthenberg (l.) die Gäste wieder im Weinhaus Uhle. Geht es nach den Inhabern, soll es wieder die erste Adresse in Schwerin werden.
Eine von vielen Neueröffnungen in der Stadt: Seit Oktober bedient Restaurantfachfrau Nicole Ruthenberg (l.) die Gäste wieder im Weinhaus Uhle. Geht es nach den Inhabern, soll es wieder die erste Adresse in Schwerin werden.

Gastronomie- und Hotelbetriebe in der Stadt blicken auf ein positives Jahr zurück / Stadtmarketing freut sich 2017 auf einen „prall gefüllten“ Veranstaltungskalender

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29. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Ein durchwachsenes Jahr liegt hinter den Gastronomie- und Hotelbetrieben in der Stadt. Während die Gastronomen auf erfolgreiche zwölf Monate zurückblicken, werden die Hotels, Gasthäuser und Pensionen noch nicht zu 100 Prozent beansprucht.


Hotellerie

„Die Auslastung der Hotels ist nicht zufriedenstellend, da ist Luft nach oben“, sagt Matthias Theiner, Schweriner Regionalchef vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. „40 Prozent Auslastung ist weiterhin eine schlechte Ziffer, obwohl sich die Situation etwas stabilisiert hat.“ Denn die Menschen machen vermehrt in Deutschland Urlaub und das Wetter spielte mit. Allerdings mussten einige Hotels schließen, sodass sich die Gäste einfach auf die anderen Betten verteilten. „Zusätzlich haben vermehrt kleinere Ferienwohnungen eröffnet – besonders in den Randgebieten der Stadt“, so der Schweriner Gastronom.

Während Matthias Theiner das Jahr 2016 als durchwachsen betrachtet, bewertet das Stadtmarketing die vergangenen zwölf Monate als positiv. „Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ankunftszahlen und die Übernachtungen erhöht“, erklärt Susanne Scharf. „Allerdings ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 1,7 Nächten ausbaufähig.“ 14 Prozent der Touristen kommen aus dem Ausland, meist aus den Niederlanden und der Schweiz.

„Besonders zu den Schlossfestspielen waren die Unterkünfte sehr gefragt“, so Scharf.


Gastronomie

Im Bereich der Restaurants und Gaststätten gab es einige Neueröffnungen – besonders in der Innenstadt haben viele kleine Betriebe aufgemacht. „Das grundlegend positive Jahr in der Gastronomie ist aber stark abhängig vom Standort“, erklärt Theiner, der mit seiner Frau Kerstin den Gasthof „Zur guten Quelle“ in der Innenstadt betreibt. „Wir haben ein gutes Jahr hinter uns, aber wir profitieren auch von unserer Lage und den zahlreichen Touristen.“ Gäste aus Japan, Chile und Neuseeland sowie zahlreiche Skandinavier fanden den Weg in die Lokal und nutzen die sechs Zimmer für ihren Besuch in Schwerin.

Besonders zum Weihnachtsmarkt kämen viele Stammgäste, oft mit der Rostocker Fähre aus Schweden. „Der Weihnachtsmarkt hat sich positiv entwickelt in den vergangenen Jahren, das bekommen wir zu spüren“, so Theiner.


Ausblick

Für das neue Jahr steht im Gasthof „Zur guten Quelle“ eine große Veränderung an. „Wir wollen moderner werden und führen daher ein Online-Buchungssystem ein,“ erzählt Matthias Theiner. Bereits jetzt kämen Anfragen für Übernachtungen im Jahr 2018. Und auch im Bereich der Gastronomie kämpft der Vorsitzende des Dehoga-Regionalverbandes auf einigen Baustellen. „Unser Hauptproblem ist die Einschränkung der Arbeitszeiten“, so Theiner. „Grade in der Hotellerie und Gastrobranche sind wir und auch unsere Mitarbeiter auf flexible Arbeitszeiten angewiesen.“ Außerdem fordert er einheitliche Mehrwertsteuern für die gesamte Gastronomie – egal ob Außerhausverkauf oder Verzehr vor Ort. Das Stadtmarketing erwartet 2017 ein ähnliches Jahr wie 2016. „Der Veranstaltungskalender ist prall gefüllt, die Weiterentwicklung kann also nur positiv sein“, so Susanne Scharf.

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