Frauen in Männerberufen : Sie bringt Männern das Fahren bei

Freut sich auf ihre nächste  Unterrichtsstunde: Alexandra Oehlke.
Freut sich auf ihre nächste Unterrichtsstunde: Alexandra Oehlke.

Alexandra Oehlke leitet die „Fritz Fahrschule“ in Krebsförden – und das mit ganzem Herzen

von
02. November 2015, 12:00 Uhr

Der dunkle Lack glitzert in der Sonne. Die Autotür geht auf. Alexandra Oehlke steigt aus. Sie lächelt. „Als Kind wollte ich Tierärztin werden“, erzählt sie schmunzelnd. Doch es kam anders. Ihr Vater war Fahrlehrer so lange die 38-Jährige denken kann. „Ich bin damit aufgewachsen – es hat schon als Kind Spaß gemacht mitzufahren“, erinnert sich die Schwerinerin. Und als es schließlich soweit war, sich zu entscheiden, was sie beruflich machen will, war die Entscheidung einfach: „Ganz klar – Fahrlehrerin“, sagt Alexandra Oehlke. Bereut hat sie diese Berufswahl nie. „Ruckzuck waren die ersten zehn Jahre um“, sagt sie lächelnd. Seit 1999 ist sie Fahrlehrerin. „Ein Ausbildungsberuf ist es nicht“, erklärt sie. Man müsse aber eine Ausbildung absolviert haben – welche sei egal. „Und man muss eine Fahrerlaubnis für die Klassen BE, A und CE besitzen“, so die Expertin. Darüber hinaus ist ein Mindestalter von 22 Jahren Voraussetzung. „Dann besucht man eine Fahrausbildungsstätte, besteht verschiedene Prüfungen – und los gehts“, erklärt sie augenzwinkernd.

2005 übernahm Alexandra Oehlke die Fahrschule in Krebsförden von ihrem Vater. Auch ihr Mann ist Fahrlehrer und arbeitet im eigenen Unternehmen. „Es sind nicht nur junge Leute. Zu uns kommen Menschen aller Altersschichten“, so die Krebsfördenerin. Auch ältere Schweriner machen den Führerschein oder nehmen einen Auffrischungskurs, den die Fahrlehrerin einmal im Monat kostenfrei anbietet. „Der nächste Termin für „Senioren in Fahrt“ ist der 4. November um 10 Uhr“, sagt Oehlke. Getroffen wird sich in der „Fritz Fahrschule“, Dorfstraße 3b. Die Fahrlehrerin bittet um Anmeldung unter Telefon 0385-646370.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen