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Trecker Treck in Banzkow : Sie brennen für starke Maschinen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Viel Liebe zum Detail beim Banzkower Trecker Treck

von
erstellt am 26.Mai.2015 | 07:52 Uhr

Alle guten Dinge sind drei, sagt das Sprichwort. Und für Rolf Jäger aus Gadebusch war es diesmal auch so. Denn bei seinem dritten Start beim Trecker Treck in Banzkow räumte er mit seinem Eigenbau den ersten Platz in der Sportklasse ab. Zudem ist der 73-Jährige auch der älteste Starter. Viel Herzblut und Zeit hat er in das 140 PS starke Gefährt investiert. „Es ist ein umgebauter Motor einer Mercedes E-Klasse. Ich habe nicht viel mit Elektronik am Hut und so musste er rückentwickelt werden“, erzählt Jäger. Dafür ist er sogar bis nach Rendsburg gefahren. Doch nun knattert sein Traktor wie ein großer, und der Gadebuscher kann alles selbst reparieren. Vor drei Jahren hat er mit dem Bau begonnen, und stets an seiner Seite war seine Ehefrau Edeltraud. „Ich koche ihm eine warme Suppe, wenn er an seinem Trecker bastelt und manchmal helfe ich auch mit – gebe das Werkzeug an“, erzählt sie. Auch bei den Rennen ist sie dabei, steht mit gedrückten Daumen an der Rennstrecke. „Wir sind fast 52 Jahre verheiratet, da teilt man alles – auch dieses verrückte Hobby“, betont Edeltraud Jäger. Eigens für diese Veranstaltungen haben sie sich ein Wohnmobil mit passendem Anhänger für den Traktor gekauft.

Zu den größten Freaks gehörte am Wochenende Ronny Schupetta. 1000 PS hat sein Eigenbau „Highlander“. Der junge Mann aus Pritzier hatte allerdings ein wenig Pech gleich zu Beginn: „Die Welle ist abgeschert und nun muss wieder repariert werden. Aber hier arbeiten alle gut zusammen“, sagt Schupetta und verteilt großes Lob an alle Mitstreiter. Plötzlich wandert sein Blick Richtung Rennstrecke. Zu sehen ist auf den ersten Blick nichts, doch der Schrauber kennt sich aus: „Das war die Kopfdichtung“, kommentiert er den aktuellen Start. Nicht immer halten die Maschinen dem schweren Schleppwagen Stand, den es über die 80-Meter-Bahn zu ziehen galt. Aber auch bei diesem Starter ist schnell Hilfe vor Ort. „Das ist eben das Gute hier in Banzkow, es ist sehr familiär und die Hilfsbereitschaft untereinander gewaltig. So etwas wie Neid gibt es gar nicht“, sagt Ronny Schupetta.

Auch Paul Niemann und Christian Szillat genießen das besondere Flair in Banzkow. Die „Lewitzbullen“ sind seit 15 Jahren dabei – stets mit ihrem Fortschritt Baujahr 1973. „Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um hier mitzumachen“, sagen die beiden Männer. Taschengeld sollte genug eingesteckt werden: Der Fortschritt der „Lewitzbullen“ schluckt gut 20 Liter Diesel, um die Strecke zweimal zu passieren.

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