Schweriner Weihnachtsmarkt : Sicherheitskonzept wird angepasst

Sorgten auch im vergangenen Jahr für Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt: die Polizisten Dörte Wetzel und Olaf Helms.
Sorgten auch im vergangenen Jahr für Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt: die Polizisten Dörte Wetzel und Olaf Helms.

Polizei und Stadt wollen alle Voraussetzungen für einen fröhlichen und gewaltfreien Schweriner Weihnachtsmarkt schaffen.

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20. November 2017, 05:00 Uhr

Sind wir sicher? Können wir ohne Sorge den Weihnachtsmarkt besuchen, der am nächsten Montag eröffnet wird? „Wir wollen, dass der Oberbürgermeister rechtzeitig vor Beginn des Weihnachtsmarkts gemeinsam mit dem Veranstalter des Schweriner Weihnachtsmarkts und gegebenenfalls mit der Polizei das Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt überprüft und die Stadtvertretung zeitnah über Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit unterrichtet“, sagt Silvio Horn, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger. Ein entsprechender Antrag soll heute in der Stadtvertretung diskutiert und beschlossen werden. Die beginnt um 17 Uhr im Rathaus.

Hintergrund: Nach ersten Berichten – und auch in der Argumentation von Silvio Horn – sollte der am Reformationstag in Neu Zippendorf festgenommene Syrer Yamen A. „Anschläge auf Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern geplant haben“. Das wurde zwar nie von den Ermittlungsbehörden bestätigt und von der Justiz sogar als völlig unbegründet zurückgewiesen. Dennoch warnt die Deutsche Polizeigewerkschaft vor „einem Strategiewechsel in der islamistischen Terrorszene“. Es bestehe die Gefahr, dass sich Attentäter verstärkt „auf weiche Ziele außerhalb von Metropolen konzentrieren“ würden.

Der Antrag der Unabhängigen Bürger erwischt die Stadtspitze nicht unvorbereitet. Seit Wochen werde mit der Polizei an einem Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt gearbeitet. Die Erfahrung des Anschlages auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr fließt dabei ebenso ein wie die Festnahme des terrorverdächtigen Syrers in Schwerin – selbst wenn es keine direkten Zusammenhänge gibt. Der Tunesier Anis Amri war am 19. Dezember mit einem Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gerast und hatte dabei zwölf Menschen getötet.

Gerade um solche Anschläge zu verhindern, wird nach SVZ vorliegenden Informationen auch für Schwerin ein Konzept mit großen, auch von Lkw nicht zu überwindenden Sperren an den Eingangsbereichen des Weihnachtsmarktes geprüft. Einzelheiten des neuen Sicherheitskonzeptes sollen in dieser Woche kurz vor Eröffnung des bunten Treibens von Stadt und Polizei gemeinsam vorgestellt werden.

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