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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 02:00 Uhr

Schwerin : Sicherheit der Bürger wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für Feuerwehr und Rettungsdienst muss die Stadt deutlich mehr für Personal ausgeben und in Millionenhöhe investieren

Die Sicherheit der Schweriner wird für die Stadt immer teurer. Bis 2020 sollen zusätzliche Stellen bei der Feuerwehr und beim Rettungsdienst geschaffen werden. Investitionen in Millionenhöhe sind geplant. Den entsprechenden Bedarfsplan haben die Stadtvertreter gerade beschlossen.

Bald wird etwa jeder vierte Beschäftigte der Stadtverwaltung bei der Berufsfeuerwehr oder dem Rettungsdienst arbeiten. Insgesamt 15 neue Stellen sollen eingerichtet werden. Damit wären dann mehr als 200 Stadtbedienstete für die Sicherheit zuständig. Allerdings kritisierte der SPD-Stadtvertreter Rico Badenschier bereits, dass die zusätzlichen Stellen „vor allem in der Verwaltungs- und Führungsebene geschaffen werden sollen“. Auch wenn Stellen anteilig von den Krankenkassen oder in der Leitstelle durch die Landkreise in Westmecklenburg finanziert werden, bleibt ein Personalmehraufwand von rund 350 000 Euro.

Auch die geplanten Investitionen gehen ins Geld. Für neue Fahrzeuge brauchen Feuerwehr und Rettungsdienst rund 4,3 Millionen Euro. In die Freiwilligen Feuerwehren Warnitz, Mitte und Wüstmark sollen insgesamt knapp zwei Millionen Euro fließen. Größter Posten: Eine neue Wache für die Feuerwehr Mitte. „Woher das Geld dafür kommen soll, ist noch völlig unklar“, bemängelte Rico Badenschier. „Wenn das Land nicht hilft, müssen wir an anderer Stelle streichen.“ Die Freiwillige Feuerwehr Mitte soll ein neues Domizil bekommen, weil ihr jetziger Standort in der Lübecker Straße Nebenwache der Berufsfeuerwehr werden muss, um die vorgeschriebenen Rettungszeiten im Stadtgebiet einhalten zu können.

Dass für Personal bei der Berufsfeuerwehr in Zukunft deutlich mehr ausgegeben werden muss, liegt daran, dass die 2009/10 beschlossene Bedarfsplanung nicht aufging. Damals gab es die Vorstellung, dass die Stadt bei der Berufsfeuerwehr weniger Mitarbeiter braucht, wenn die freiwilligen Feuerwehren stärker zu den Einsätzen hinzugezogen werden. „So eine Unterstützung durch die freiwilligen Wehren ist aber nicht möglich“, sagt CDU-Stadtvertreter Ralf Klein. Trotz der erheblichen Mehrausgaben – CDU-Stadtvertreter Klaus Lemke brachte es auf den Punkt: Wir dürfen an der Sicherheit der Bürger nicht rütteln.

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