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Schwimmen in Schwerin : Sicherer Badespaß an drei Stellen

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ob in Badehose oder Taucheranzug: Viele Schweriner baden in den Seen der Stadt, dürfen aber nicht überall einfach so ins Wasser springen.

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erstellt am 03.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die Regentropfen prasseln auf das Dach der DRK-Wasserwacht. In der Zentrale der Schweriner Lebensretter im Freibad Kalkwerder sitzt Oliver Markwardt und plant die Einsätze seiner ehrenamtlichen Kollegen. „Das Wetter ist heute nicht so gut. Das heißt aber nicht, dass Menschen nur bei Sonnenschein auf dem Wasser sind und in Not geraten können“, sagt der Schweriner. Von Mai bis September sitzt er hier von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, direkt am Schweriner See. Der ist das beliebteste Badeziel der Schweriner. Doch wie steht es um die anderen Seen der Stadt? Und was gibt es beim Baden und Tauchen alles zu beachten?

Neben dem Schweriner See eignen sich vor allem die Seen in Neumühle, Medewege und der Ziegelsee zum Baden. Das ist auch gestattet – unter der Einhaltung bestimmter Regeln, sagt Dr. Hauke Behr vom Fachdienst Umwelt. Diese legt die Binnenschifffahrtsstraßenordnung fest. Dort heißt es: „Im Bereich bis zu 100 Metern ober- und unterhalb einer Brücke, eines Wehres, einer Hafeneinfahrt, einer Liegestelle oder einer Anlegestelle ist das Schwimmen verboten“. Auch im Bereich von Schleusen und in der Nähe von schwimmenden Geräten ist es nicht gestattet, seine Runden auf dem Wasser zu drehen, ergänzt Dörte Münstermann vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg.

Egal ob im Freibad Kalkwerder, am Lankower See oder am Zippendorfer Strand: Die DRK-Wasserwacht hat die Aufsicht über die beliebtesten Badeorte der Landeshauptstadt. „An allen drei Standorten haben wir abgetrennte Bereiche, in denen Nichtschwimmer sich unter Aufsicht austoben können“, erzählt Markwardt. Auch hier gelten Regeln, allerdings andere als für das „freie“ und unbeaufsichtigte Schwimmen im See: Niemand darf vom Beckenrand springen, der Steg darf nur in Badebekleidung betreten werden. „Wir möchten nicht, dass sich jemand verletzt. Daher sind das reine Vorsichtsmaßnahmen“, so der Schweriner.

Für die Taucher aus Raben Steinfeld ist der Schweriner Innensee ihre Heimat – zu jeder Jahreszeit. „Uns Taucher stört der Regen überhaupt nicht. Unter Wasser wird man ja sowieso nass“, sagt Mario Kosielowsky, Inhaber der Tauchschule „Kosie’s Dive“. Einzig bei Gewitter müssten Taucher das Wasser meiden. Doch sonst wartet an der Tauchstation am Südufer des Innensees ein eigenes Hausriff aus mehreren versenkten Segel- und Motorbooten darauf, erkunden zu werden.

„Bei uns können Anfänger ihren Tauchschein machen“, erklärt der Tauchlehrer. Innerhalb von zwei Wochen wird am Zeltplatz in Raben Steinfeld Theorie vermittelt und in der Praxis die wichtigsten Techniken erlernt, die für den Tauchschein notwendig sind. Kosielowsky bildet seit vielen Jahren Neulinge aus und vermittelt erfahrenen Tauchern gern Kontakte. „Das ist notwendig, da man nicht alleine tauchen darf.“

Für das Tauchen gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für das Schwimmen. Einzig im Ziegelinnensee darf nicht getaucht werden – schuld daran ist die nach dem zweiten Weltkrieg versenkte Munition. „Das ist nicht schlimm. Wir gehen am liebsten im Schweriner See tauchen“, sagt Kosielowsky.

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