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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 17:36 Uhr

Neue SVZ-Serie : Sicher mit dem Rad durch die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kleine Regelkunde für Fahrradfahrer, Autofahrer und Fußgänger – Teil 1: die wichtigsten Vorschriften

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Schwerin ist eine Stadt der kurzen Wege. Deshalb bietet es sich an, diese mit dem Fahrrad zu erledigen. Das ist gut für die Umwelt und die eigene Fitness. Allerdings kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Rad- und Autofahrern, aber auch mit den Fußgängern. Auch weil die entsprechenden Regeln der Straßenverkehrsordnung nicht richtig bekannt sind. Zum Start unserer kleinen Regelkunde für Rad- und Autofahrer geht es heute um Vorschriften.

Damit ein Fahrrad verkehrssicher ist, sind nach der Straßenverkehrszulassungsordnung einige Ausrüstungsteile vorgeschrieben (siehe Grafik). Dazu gehören eine helltönende Klingel, zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen und zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgestattet sind. Am wichtigsten ist neben den Bremsen aber die Beleuchtung. Vorgeschrieben sind hier ein weißer Frontscheinwerfer sowie ein rotes Rücklicht. Seit Kurzem ist auch Batteriebeleuchtung an allen Fahrrädern erlaubt. Empfehlenswert für Alltags- und Tourenräder ist trotzdem eine fest installierte Beleuchtung mit Nabendynamo und LED-Beleuchtung vorn und hinten. Seitenläuferdynamos sind wegen eingeschränkter Funktion bei Regen und Schnee nicht mehr zu empfehlen. Sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben sind ein Schloss, eine Standlichtanlage, ein Kettenschutz, ein stabiler Gepäckträger und Schutzbleche.


Rechtsfahrgebot


Wenn kein beschilderter Radweg oder ein für Radfahrer freigegebener Gehweg vorhanden ist, müssen Radfahrer die Fahrbahn benutzten. Dort gilt wie sonst auch das Rechtsfahrgebot. Radfahrer müssen also rechts am Fahrbahnrand fahren. Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren, nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.


Ausnahmen für Kinder


Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen den Gehweg benutzen. Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern auf dem Gehweg fahren.


Vorsicht: Alkohol


Schon bei einem Promillewert von 0,3 kann man sich strafbar machen und muss bei einem Unfall haften, wenn es aufgrund des Alkohols zu Fehlern beim Radfahren kommt. Ab 1,6 Promille begehen Radfahrer auch ohne erkennbare Fahrunsicherheit eine Straftat.


Hund am Fahrrad


Von Fahrrädern aus dürfen Hunde geführt werden. Dabei sollte man die Leine nur lose in der Hand halten und sie nicht ums Handgelenk schlingen oder an die Lenkstange binden. Das könnte gefährlich werden.


Helm noch keine Pflicht


Eine gesetzliche Pflicht zum Tragen eines Fahrradhelms besteht nicht. Experten sagen, dass sich rund 80 Prozent schwerer Hirnverletzungen durch einen Helm vermeiden ließen.

Lesen Sie als nächstes: Schutzstreifen auf der Straße.

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