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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Dezember 2017 | 02:23 Uhr

Schulaktion : Sicher auf dem Sattel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landesweite Schulaktion für junge Radfahrer startete gestern in der Heinrich-Heine-Schule

Jedes vierte Kind, das in die Heinrich-Heine-Grundschule geht, kommt mit dem Fahrrad zur Schule. Das ist in Sachen Fitness und Bewegung vorbildlich, trotzdem verlangt so eine Tour den Sechs- bis Zehnjährigen einiges ab – auch wenn sie bis zu diesem Alter noch auf dem Bürgersteig fahren dürfen. Um Viertklässler perfekt auf den „richtigen“ Straßenverkehr vorzubereiten, gibt es die gemeinsame Aktion „Sattelfest“ von Landesverkehrswacht, Verkehrssicherheitskommission und der Provinzial. Aktiv unterstützt wird sie von der Polizei. Gestern war feierlicher Auftakt der diesjährigen Aktion, zu der Bildungsminister Matthias Brodkorb selbst einige Runden mit der 4a auf dem Pausenhof der Heine-Schule drehte. Natürlich mit Helm – denn der sollte zur selbstverständlichen Ausstattung eines jeden Radlers gehören, mahnen die Experten.

Denn obwohl alle 22 Schweriner Grundschulen bei der Aktion „Sattelfest“ mitmachen und die Schüler der vierten Klassen ihren Fahrradführerschein ablegen, kommt es immer wieder zu Unfällen. Allein 2013 verunglückten im Land 124 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren im Straßenverkehr, dabei kam eines ums Leben, 19 wurden schwer verletzt. In Schwerin gab es im vergangenen Jahr 17 Fahrradunfälle mit Kindern unter 14 Jahren, berichtet die Präventionsbeamtin der Polizei, Jenny Schwabe. „Dieses Jahr haben wir bisher zehn solcher Unfälle aufgenommen“, sagt die Beamtin. „Besondere Gefahrenstellen lassen sich nicht feststellen, sie ereignen sich im gesamten Stadtgebiet.“ Vorsicht sei aber immer an unübersichtlichen Kreuzungen oder Einmündungen geboten.

Gemeinsam mit Steffen Krüger bildet Jenny Schwabe das Verkehrspräventionsteam, das an allen Grundschulen unterwegs ist. In zwei Theoriestunden lernen die Schüler mit ihnen die Verkehrsregeln und -zeichen, im Verkehrsgarten nehmen sie schließlich den Fahrradpass ab. Zwischendurch wird in der Schule geübt – mit Hilfe der Arbeitsblätter und Prüfbögen der Verkehrswacht. Die Spur zu halten, beim Abbiegen den Arm auszustrecken und einhändig zu fahren – das würde einigen bei der Prüfung noch Schwierigkeiten bereiten, sagt Steffen Krüger. Auch den Schulterblick vergessen sie manchmal oder halten beim Stopp-Schild zu kurz – fast schon wie die Autofahrer.

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