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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 00:31 Uhr

Mittwoch ist Premiere : Shakespeare auf der Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staatstheater bringt „Romeo und Julia“ auf die Open-Air-Bühne im Dominnenhof – Mittwoch ist Premiere

von
erstellt am 14.Mai.2014 | 23:30 Uhr

Der Dominnenhof sieht derzeit aus wie eine Baustelle, auf die sich Theaterleute verirrt haben. Und dieser Anblick wird sich auch in den kommenden Wochen nicht ändern. Denn der gehört zu Christoph Bornmüllers Inszenierung „Romeo und Julia“, die kommenden Mittwoch um 20.30 Uhr Premiere hat und bis zum 13. Juli dort unter freiem Himmel gespielt wird.

„Wir haben das Shakespeare-Jahr, da bietet es sich doch fast schon zwingend an, für das Sommertheater im Domhof den großen Dramatiker zu wählen“, sagt Regisseur Bornmüller. „Außerdem ist das hier sehr authentisch: Zu Shakespeares Zeit wurde Theater draußen gemacht, das Spiel zog aus der Kirche auf den Vorplatz. Dem kommen wir hier sehr nahe.“

Doch damit hört der Blick in die Vergangenheit auch schon auf. „Ich wollte nicht die tausendste Adaption des Stücks machen und krampfhaft auf Modernität trimmen“, erläutert der Regisseur. Bei ihm wird auf einer Baustelle gespielt. „Baustelle hat was, sie ist immer eine Verbindung von Alt und Neu, ein Aufbruch zu etwas Neuem, so wie Romeo und Julia mit der verkrusteten Gesellschaft gebrochen haben“, sagt Bornmüller.

Die Zuschauer nimmt er mit, indem er sie auf Plastestühlen in der Baustelle platziert. „Wir spielen auf 25 Meter Breite, da gibt es keine schlechten Plätze“, bemerkt er augenzwinkernd. Außer für John Carlson. Der Theatermusiker kommt in einen Käfig – weil das Klavier vor Wind und Wetter geschützt sein muss. „Mit der Musik bringe ich ein zusätzliches Element ins Spiel, das ins Geschehen eingreift, in Dialog mit den Akteuren tritt“, erläutert der Regisseur. Mit Carlson hat er dafür den idealen Partner. Ohnehin steht die erste Garde auf der Bühne: Fast das komplette Schauspielensemble bietet Bornmüller auf, darunter die Urgesteine Brigitte Peters und Klaus Bieligk, junge Leute wie Caroline Wybranietz und Simon Jensen, die die Titelrollen spielen und Publikumslieblinge wie Sonja Isemer und Bernhard Meindl.

Nach der Premiere am Mittwoch folgen weitere Vorstellungen am 22., 23. und 24. Mai, vom 5. bis 8. Juni, am 22. und 23. Juni, am 3. und 6. Juli sowie vom 10 bis 13. Juli. Karten gibt es an der Theaterkasse, Telefon 0385-53 00 123 und im Internet unter kasse@theater-schwerin.de.

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