zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 02:26 Uhr

Wir in Pampow : Senioren ziehen ins alte Gymnasium

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Firma Oertzen baut Plattenbau um: DRK betreut Wohnungen und Tagespflege

svz.de von
erstellt am 08.Dez.2015 | 14:08 Uhr

Wo einst die Schüler für ihr Abitur büffelten, werden in naher Zukunft Senioren ihren Lebensabend verbringen: Das ehemalige Gymnasium in Pampow wird zu einem Wohnhaus mit altengerechten Wohnungen. „Insgesamt werden es 24 sein. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon, alle sind mit Hilfe eines Fahrstuhls barrierefrei zu erreichen“, erzählt Klaus Jensen von der Firma Oertzen stolz. Die hat das Gebäude von der Gemeinde Pampow erworben und steckt mehr als eine Million Euro in das Projekt.

Doch aus dem zweigeschossigen Plattenbau moderne und behindertengerechte Wohnungen zu machen, das ist nicht so einfach. Von der Idee im Frühjahr vorigen Jahres bis zum Baustart jetzt im Herbst hat es deshalb etwas gedauert. Auch Um- und Ausbau werden nicht übers Knie gebrochen: Die ersten Senioren sollen im September 2016 einziehen.

Dann rückt ein weiterer wichtiger Partner dieses Projektes in den Fokus: der DRK-Kreisverband Ludwigslust. Er übernimmt das „Betreute Wohnen“. Und mehr noch. Die Sozialstation aus dem Schmiedeweg soll ins neue, dann zweite DRK-Objekt in Pampow umziehen. Die Mieter können bei Bedarf weitere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen. Und darüber hinaus wird Platz geschaffen für eine Tagespflege mit zwölf Plätzen. „Die haben wir bislang in Pampow nicht“, betont Bürgermeister Hartwig Schulz. Er ist froh, dass nun wieder Leben in die einstige Schule einzieht.

Schulz verhehlt aber auch nicht, dass er am liebsten eine neue Schule hier gesehen hätte. Doch dieser Wunsch ließ sich nicht umsetzen. Zugleich ist der Bedarf an altengerechten Wohnungen trotz der bestehenden DRK-Seniorenanlage neben dem Pfarrhaus auch in Pampow groß, Tendenz steigend.

„Die Menschen wollen im Alter nicht aus ihrer Umgebung wegziehen“, betont auch Mathias Lücking von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Doch selbst eine so große Gemeinde wie Pampow kann so ein Großprojekt allein nicht stemmen. Die Sparkasse war von Anfang an an der Seite der Kommune und holte mit der Firma Oertzen einen Partner ins Boot, der Erfahrungen mit dem Bau solcher Senioren-Wohnanlagen hat. „Das geht nur zusammen mit Profis, denn am Ende muss die Qualität stimmen“, unterstreicht Lücking. Und dass das Ludwigsluster DRK als Hauptmieter und Betreuer hier einsteigt, auch das sieht Bürgermeister Hartwig Schulz gern: „Wir arbeiten mit den DRK-Leuten schon seit vielen Jahre gut zusammen. Die können das.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen