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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 21:54 Uhr

Pinnow : Senioren-Wohnungen für Pinnower

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Diakoniewerk Neues Ufer macht Weg frei für die Ergänzung des Altenzentrums am Petersberg

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Seit Jahren steht es auf der Agenda, jetzt wird es konkret: Hinter dem vor sechs Jahren eröffneten Alten- und Pflegeheim in Pinnow entstehen altengerechte Wohnungen. Der Aufsichtsrat des Diakoniewerks Neues Ufer hat sich auf seiner jüngsten Sitzung dazu durchgerungen, dieses Vorhaben nun in Angriff zu nehmen. „Und zwar in eigener Regie“, wie Geschäftsführer Thomas Tweer auf Nachfrage unserer Redaktion hinzufügt. Jetzt sollen Ideen für elf Wohnungen nebst Kostenschätzung erstellt werden, damit im Frühjahr das Projekt vorliegt und grünes Licht für dieses lang gehegte Vorhaben gegeben werden kann.

„Das ist gute Nachricht für die Senioren aus Pinnow und Umgebung“, sagt Stefanie Behrendt. Die 69-Jährige lebt seit 25 Jahren in Pinnow. „Viele meiner Bekannten wollen im Alter in der gewohnten Umgebung leben und nicht aus Pinnow wegziehen. Dazu fehlt es aber an geeigneten Wohnungen, bevor es dann doch vielleicht ins Heim geht.“

Als vor Jahren das Altenheim gebaut wurde, schuf die Gemeinde genau aus diesem Grund gleich daneben Baurecht für altengerechte Wohnungen. Das Diakoniewerk zögerte jedoch mit der Umsetzung dieses Teilprojektes. „Auch weil es mit möglichen Partnern nie 100-prozentig gestimmt hat“, fügt Thomas Tweer an.

Doch sowohl die Senioren aus dem Dorf als auch die Gemeinde mit Bürgermeister Andreas Zapf ließen nie locker. „Der Bedarf ist da“, betont Zapf. Zuletzt hatte die Gemeinde schon überlegt, die Baupläne zu ändern, um den Weg für altengerechte Wohnungen an anderer Stelle freizumachen. „Ich bin froh, dass das Diakoniewerk nun daran geht, das Vorhaben umzusetzen.“ Zapf erwartet aber, dass das Projekt mit elf Wohnungen für Eheleute oder Einzelpersonen sehr bald aufgestockt werden muss, weil er deutlich mehr Anfragen gab und gibt. Und laut B-Plan ist Platz für etwa 30 Wohneinheiten. Das weiß auch Thomas Tweer. Doch das Diakoniewerk möchte dieses Vorhaben bedarfsgerecht und langfristig entwickeln.

Aber auch Stefanie Behrendt ist davon überzeugt, dass die elf Wohnungen schnell vergeben sein werden. „Mein Mann und ich wollen so lange es geht in unserem Zuhause bleiben, aber anmelden für eine altengerechte Wohnung werden wir uns sobald es geht“, fügt die gehbehinderte Seniorin hinzu.

Dass Stefanie Behrendt sich so hinter dieses Vorhaben klemmt, hat noch mehr Gründe. Trotz ihrer schweren Behinderung ist die agile Frau ein Motor im Leben der Dorfgemeinschaft und der Kirchengemeinde. So begleitet Stefanie Behrendt Pastor Tom Ogilvie zu den Gottesdiensten im Heim, organisiert und leitet den wöchentlichen Gesprächskreis dort. Da sie häufig im Heim ein- und ausgeht, fragen viele Senioren aus dem Dorf bei ihr nach, wann die Wohnungen kommen. „Mehr als ein Dutzend Leute“, betont Behrendt. „Und für alle ist es eine tolle Nachricht, dass es jetzt bald losgeht.“ Wichtig ist für Stefanie Behrendt als aktive Christin zudem, dass „das Diakoniewerk Wort hält“.

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