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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Dezember 2017 | 02:42 Uhr

Kandidaten : Senioren suchen Sprecher für die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Premiere für die Kommunalpolitik in Schwerin: Die Stadtvertreter berufen die Beiräte für die Behinderten und die Senioren

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Jetzt sind die Senioren und die Behinderten der Landeshauptstadt gefragt: Schwerin muss die zwei Beiräte neu besetzen. Wenn die Schweriner am 25. Mai ihre neuen kommunalen Vertreter wählen, wird es auch in den beiden Gremien der Senioren und der Behinderten Zeit für eine Neubesetzung. So schreiben es auch deren Satzungen vor. „Bei uns kann jeder mitmachen“, sagt Siegfried Schwinn. Er ist zurzeit stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates und will sich auch wieder aufstellen lassen. Das wolle aber nicht jeder, sagt er. „Etwa ein Drittel stellt sich wieder für die neue Amtszeit zur Verfügung.“ Anders als bislang werden die Beiratsmitglieder nicht von Verbänden wie dem Deutschen Roten Kreuz oder der Freiwilligen Feuerwehr delegiert, sondern von den Stadtvertretern berufen. „Aber bewerben kann sich jeder Schweriner über 16 Jahre“, so Siegfried Schwinn.

Insgesamt werden 84 Ehrenamtler gesucht, denn in jedem der beiden Beiräte sitzen bis zu 21 aktive Mitglieder. Dazu kommen noch einmal deren Stellvertreter. Für das Engagement gibt es eine Aufwandsentschädigung von 15 Euro pro Sitzung und genug Betätigungsfelder. Siegfried Schwinn engagiert sich täglich mehr als vier Stunden für die Belange der Älteren in der Landeshauptstadt.

Aber was macht so ein Beirat eigentlich? Die Teilnehmer vertreten die Belange der Senioren und Behinderten. Mehr als 43 Prozent der Schweriner sind älter als 50 Jahre, viele behindert. Die Arbeit beider Gremien ist also stark miteinander verwoben. Die Beiräte sind das Sprachrohr der Betroffenen im politischen Diskurs. Das heißt, sie sprechen mit Betroffenen und tragen deren Wünsche in den stadtpolitischen Ausschüssen und in der Stadtvertretung vor. Dort haben sie Rede- und auch Antragsrecht.

Im vergangenen Jahr hat der Seniorenbeirat beispielsweise die Einrichtung des Pflegestützpunktes mit vorangetrieben. Auch das Rollatoren-Training geht auf das Konto des Gremiums. Unterdessen macht sich der Behindertenbeirat für ein barrierefreies Schwerin stark. „In der Stadt sind nur drei Prozent aller Wohnungen komplett barrierefrei“, erklärt Siegfried Schwinn. Der Seniorenbeirat setzt sich für bezahlbaren Wohnraum ein. „Aktuell kämpfen wir auch für ein Demografie-Konzept der Stadt“, sagt Schwinn. Das fehle hier komplett.

Interessierte können Fragen und Anregungen bei Silvia Lange los werden. Telefonisch ist sie unter 0385-545-4991 erreichbar – montags bis donnerstags von 8 bis 15 Uhr, freitags bis 12 Uhr. Die Kandidatur richten Schweriner an den entsprechenden Beirat, beide sitzen im Raum 5.042 im Stadthaus, Am Packhof 2-6 in 19053 Schwerin. Per E-Mail ist das Büro unter seniorenbeirate@schwerin.de oder unter behindertenbeirat@schwerin.de zu erreichen.

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