Pingelshagen : Senioren aus der Reserve locken

In gemütlich Runde den Nachmittag genießen: Nicht nur das steht auf dem Plan der Pingelshagener Senioren. Gestern gab es neben Kaffee von Torsten Quint (l.) und seinen Mitstreitern auch einen Bildervortrag von Timm Allrich.
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In gemütlicher Runde den Nachmittag genießen: Nicht nur das steht auf dem Plan der Pingelshagener Senioren. Gestern gab es neben Kaffee von Torsten Quint (l.) und seinen Mitstreitern auch einen Bildervortrag von Timm Allrich. Katja Müller

Pingelshagener Bürgermeister will mit einem Beirat die Vorruheständler und Rentner ermuntern, eigene Ideen zu verwirklichen

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11. Februar 2016, 16:00 Uhr

Der Duft von frischem Kaffee zieht durch das Gemeindehaus. Es ist wieder Mittwoch, der zweite im Monat. Dann kommen die Senioren dort zusammen. Ob nun zu Vorträgen, einem gemütlichen Bingo-Nachmittag, Kartenspielrunden oder einfach nur zum Reden und Spaß haben. „Es ist immer abwechslungsreich“, erklärt Bürgermeister Reimond Weding. Auch er war gestern dort, hatte viele Neuigkeiten im Gepäck. Einige Nachrichten konnten die Einwohner bereits dem Newsletter entnehmen, wie beispielsweise die Frauentagsfeier am 9. März. „Wer jetzt schon weiß, dass er dabei ist, kann sich bitte in die Liste eintragen“, sagt Weding und hält ein Blatt in die Luft. Gern kümmert er sich um die Senioren in seiner Gemeinde. Und das nicht nur mit lieben Zeilen zum Geburtstag. Weding hat 133 Rentner und Vorruheständler in seiner Gemeinde, die insgesamt 588 Einwohner zählt. Neben dem monatlichen Treffen im Gemeindehaus werden auch Fahrten organisiert. „Wir reisten beispielsweise in die Eiswelten nach Rövershagen, waren bei der Bundesgartenschau oder fuhren auf den Erlebnishof. Eben das, was die Senioren wünschen“, erklärt der Bürgermeister. Damit das aber künftig noch besser läuft, soll nun eine Art Seniorenbeirat ins Leben gerufen werden. Damit will sich Reimond Weding aber keineswegs von den Aufgaben entbinden. Es sei so nur einfacher, wenn die Senioren unter sich ihre Vorstellungen bündeln und dann auf die Gemeinde zukommen und sagen, wo sie welche Hilfe brauchen. „Dann entscheiden sie selbst, was wann gemacht wird, ob Kuchen gekauft oder gebacken werden soll und wir als Gemeinde kümmern uns um den Rest“, fasst Weding es zusammen. Er verlange nun auch nicht sofort eine Vereinsgründung. „Mir reicht es aus, wenn sich zwei, drei Leute zusammenfinden, die den Hut für die Seniorenarbeit aufhaben“, fügt er hinzu. An den finanziellen Unterstützungen der Gemeinde werde sich dadurch nichts ändern, versichert er. Im vergangenen Jahr wurden im Gemeindehaushalt 2000 Euro eingeplant. Auch in diesem Jahr sei diese Summe für die Rentner und Vorruheständler vorgesehen. Aber es sind eben nicht nur die reinen Zuschusskosten. Die Gemeinde Pingelshagen hat vier Gemeindearbeiter, die sich unter anderem auch um das Wohl der Senioren kümmern. „Tosten Quint, Werner Kähler, Gerlinde Dahnke und Edieth Struck leisten einen großen Beitrag, damit die Seniorenveranstaltungen gelingen“, betont Bürgermeister Weding. Immerhin sei es allein mit Kaffee kochen nicht getan.

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