Schwerin/Berlin : Sellering pocht auf Rentenangleichung

„Die Menschen in Ostdeutschland warten seit 25 Jahren darauf, dass es endlich gleiche Renten in Ost und West gibt“

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18. Januar 2016, 21:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion davor gewarnt, die vereinbarte Angleichung der Ost-Renten in Frage zu stellen. „Die Menschen in Ostdeutschland warten seit 25 Jahren darauf, dass es endlich gleiche Renten in Ost und West gibt“, betonte Sellering am Montag in Schwerin. Er hatte 2013 selbst an den Verhandlungen zum Rentenkompromiss teilgenommen.

Nach einem Bericht der „Thüringer Allgemeine“ (Montag) rücken ostdeutsche CDU-Bundestagsabgeordnete vom Vorhaben einer schnellen Angleichung der Ostrenten an das Westniveau ab. Sie warnten, dass dann zwar die Rentenwerte im Osten an den Westen angepasst würden, zugleich aber die derzeitigen Beitragszahler im Osten „zwangsläufig auch die sogenannte Höherbewertung ihrer im Durchschnitt niedrigeren Ost-Löhne verlieren“. Unterm Strich würden die aktuellen Ost-Rentner auf Kosten der derzeitigen Arbeitnehmer „unverhältnismäßig besser gestellt“, heißt es.

Laut Sellering sollte Ende 2019 mit dem Auslaufen der besonderen Förderung für die ostdeutschen Länder die Rentenangleichung abgeschlossen sein. „Für 93 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gehört die Rentenangleichung zu den Aufgaben, die zur Vollendung der Inneren Einheit noch dringend nötig sind.“

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