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Vor der Stralendorfer Kaninchenschau : Seine Favoriten sind die Schwarzen Wiener

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alfred Kaulfuß aus Sukow präsentiert bei der Kreisjungtierschau seine schönsten Tiere

von
erstellt am 18.Jul.2016 | 23:15 Uhr

Das Fell wird gebürstet. Immer wieder, bis es schön glänzt. Vor allem aber achtet Alfred Kaulfuß darauf, dass die Krallen bei den Kaninchen geschnitten sind. „Das ist ähnlich wie bei einer Pediküre“, erklärt der Züchter. Die Krallenspitze muss weg. Das reicht schon.“ Sind die Krallen scharf, kann man sich leicht mal verletzen.

Vier Jungtiere, das ist eine eigenständige Zuchtgruppe, und eine Häsin mit acht Jungtieren will der Sukower bei der Kreisjungtierschau präsentieren. Sie findet am Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. Juli, in Stralendorf in der Halle des Agrarhofes am Dorfeingang aus Richtung Pampow kommend statt. Es ist die 70. Schau des Kaninchenzuchtvereins M 18 Schwerin. Dabei sind auch Gastvereine aus der Region, so aus Güstrow, Ludwigslust, Wittenburg, Friedrichsruhe und Bad Kleinen. Etwa 20 Züchter werden dann rund 250 Tiere ausstellen. Zwei Preisrichter bewerten sie und vergeben Prädikate. Die Züchter hoffen auf ein „sehr gut“ oder „hervorragend“. Wird ein Tier gar nicht bewertet, zeugt es von schlechtem züchterischen Erfolg. Wichtig seien Körpergröße und Gewicht, Haltung und Form, Fell und Zeichnungsmerkmal – und Gesundheit.

Alfred Kaulfuß kennt all das. Schließlich stellt er nicht zum ersten Mal aus. Der Sukower hat langjährige Erfahrung. Kaninchen hielt er schon als Kind. „Meine Eltern hatten immer welche. Ich bin damit groß geworden.“ Damals hat er aber noch nicht gezüchtet, die Kaninchen haben den Speiseplan der Familie bereichert oder wurden verkauft. In DDR-Zeiten gab es dafür gute Preise, erinnert er sich. Seit Mitte der 1970er-Jahre züchtet er. Zuerst die „Hellen Großsilber“, seit einigen Jahren die „ Schwarzen Wiener“. Das sind jetzt seine Favoriten. „Die gefallen mir besonders vom Körperbau und von der Größe her“, sagt der 65-Jährige. Nach der Wende, als er noch gearbeitet hat, blieb keine Zeit für das Hobby. Alfred Kaulfuß war als Kraftfahrer oft die ganze Woche über unterwegs. Erst vor einigen Jahren hat er mit der Kaninchenzucht wieder angefangen, hält nun an die 30 Tiere. „Ich habe meine Freude daran. Und wir Züchter treffen uns ja auch hin und wieder, fachsimpeln gern.“ Er wünscht sich, wie auch der Ehrenvorsitzende Hans-Eckhard Aßmus und Vereinsfreund Norbert Klähn, dass mehr mitmachen. Dem Verein gehören 24 Mitglieder an, darunter drei Jugendliche. Es sei nicht leicht, neue Mitstreiter zu gewinnen. Wer lernt oder arbeitet, dem fehle oft die Zeit für das Hobby, weiß Aßmus. Der 78-Jährige hält Holländerkaninchen. Das Besonders: Ihr Fell ist je zur Hälfte weiß und schwarz. Und diese Zeichnung bei der Zucht immer hinzubekommen, sei schon eine Herausforderung, so Aßmus, der er sich aber gern stelle.

Wer sich für Kaninchen interessiert, welche kaufen möchte oder das Gespräch mit erfahrenen Züchtern sucht, ist in Stralendorf willkommen. Sonnabend ist von 9 bis 18 Uhr und Sonntag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Für Kinder gibt es ein kleines Streichelgehege. Außerdem lockt eine Tombola. Der Eintritt beträgt zwei Euro, Kinder bis 14 haben freien Eintritt.

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