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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 03:14 Uhr

Über den Wolken... : Sein Traum vom Fliegen wird wahr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Flugschüler Georg Weber ging vor elf Jahren das erste Mal in die Luft – als Passagier – nun sitzt er in Pinnow selbst am langen Hebel

von
erstellt am 14.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Von null auf hundert in drei Sekunden: „Und dann ist man frei“, sagt Georg Weber. Der 15-Jährige aus Jülchendorf gehört zu den Neulingen auf dem Segelflugplatz bei Pinnow. Der Schüler möchte gern Pilot werden. Das erste Rüstzeug auf dem Weg zum Pilotenschein holt er sich bei den Vereinsmitgliedern des Fliegerclubs Schwerin/Pinnow. Seit knapp zwei Monaten ist der Segelflugplatz sein zweites Zuhause.

„Ich bin jedes Wochenende hier. Das dann den ganzen Tag. Denn momentan gibt es kein schöneres Hobby für mich“, sagt der junge Mann mit strahlenden Augen. Ob die Freizeit dabei zu kurz kommt? „Nein“, sagt Georg, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Schließlich ist sein großes Ziel, seinen Lebensunterhalt als Pilot einer großen Passagiermaschine zu verdienen. Doch bis dahin sei es ein langer Weg. „Aber zum Glück ein schöner und abwechslungsreicher“, betont der Schüler und steigt wieder in seine ASK 21.

Bei schönem Wetter erstreckt sich der Blick über zig Kilometer – bis Wismar und zur Skihalle in Wittenburg. Doch an diesem Tag ist der Wettergott nicht allzu gnädig. „Es reicht nur für eine kurze Platzrunde“, sagt Georg und ist keineswegs enttäuscht. Immerhin steht auf seinem Plan, jetzt das Starten und Landen zu üben. Da sei das Wetter völlig in Ordnung – die Thermik ausreichend.

An seinen ersten Flug kann sich Georg nicht mehr so richtig erinnern. „Das war mit vier Jahren.“ Sein Vater hatte ihn damals mitgenommen. „Ich weiß nur noch, dass es ganz toll war. Auch alle Flüge danach. Da wurde quasi der Grundstein für diese Leidenschaft gelegt“, ist er sich sicher. An den ersten Segelflug kann sich der 15-Jährige hingegen noch ganz genau erinnern. „Es war einfach traumhaft. Es ist am Anfang ein komischen Gefühl, wenn man so schnell auf hohe Geschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer kommt, dann bei 300 Metern Höhe das Windenseil ausklinkt und man ganz ohne Motor weit oben über der Erde schwebt – segelt eben“, gerät der Flugschüler ins Schwärmen.

Aber eben nicht nur das motorlose und fast stille Gleiten in der Höhe spricht laut Georg für den Segelflugsport. „Es ist eine günstige Variante. Gerade hier im Verein ist der Mitgliedsbeitrag moderat und selbst muss man sich keine Ausrüstung zulegen“, sagt der Flugschüler.

Der Fliegerclub Schwerin/Pinnow bietet Interessierten wieder die Möglichkeit, beim Sommercamp ein bisschen Segelfliegerluft zu schnuppern. „Vom 3. bis 13. August gibt es einen Sommerlehrgang. Die Jugendlichen können eigene Zelte mitbringen, es gibt auch Schlafplätze im Haus. Die Mahlzeiten werden gemeinsam organisiert. Es ist wie eine Ferienfreizeit“, erklärt Matthias Leifels vom Pinnower Verein.

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