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16. Dezember 2017 | 12:20 Uhr

Schwerin : Segler wollen hohe Paulsdammbrücke

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Die Planung für die Verlängerung der Umgehungsstraße im Norden Schwerins bis an die A 14 geht in die nächste Phase. Die Durchfahrt zwischen dem Schweriner Innen- und Außensee am Paulsdamm stand nun im Mittelpunkt.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2012 | 10:21 Uhr

Warnitz | Die Entwurfsplanung für die Verlängerung der Umgehungsstraße im Norden Schwerins bis an die Autobahn A 14 bei Rampe geht in die nächste Phase. "Das Straßenbauamt wird jetzt drei Planungsvarianten in das Raumordnungsverfahren einbringen", erklärte Baudirektor Wilfried Schubert im Clubraum des Schweriner Segler-Vereins den mehr als 80 Zuhörern aus den Schweriner Segelvereinen.

Die Wassersportler interessierte vor allem, wie sich die Planung auf die Durchfahrt zwischen dem Schweriner Innen- und Außensee am Paulsdamm auswirkt. "Die derzeitige Straßenführung der B 104 auf dem Paulsdamm entspricht nicht den heutigen Anforderungen an Unfallsicherheit. Hinzu kommt, dass die Standsicherheit des Baukörpers auf dem sehr schlechten Baugrund bei weiteren Belastungen nur mit großen Unterhaltsarbeiten gewährleistet werden kann", begründete Schubert die Notwendigkeit einer neuen Straße.

Der Bau ist in der zweiten Hälfte dieser Dekade vorgesehen. Für die Straßenführung wird das Straßenbauamt folgende drei Varianten vorschlagen: Beginnend an der Einmündung der Umgehungsstraße in die B 106 bei Kirch Stück führt die Stecke südlich an Wickendorf vorbei bis zur Seewarte und weiter neben der bestehenden Straße über den Paulsdamm. Um Rampe herum wird die Straße entweder im Norden (Variante 8) oder im Süden (Variante 9) geführt. Alternativ könnte die Straße dort, wo der Paulsdamm zur Zeit nach Nordosten schwenkt, über eine Brücke über den Schweriner Innensee direkt zum Ostufer führen (Variante 10). Angesichts des schwierigen Baugrunds geht das Straßenbauamt von mindestens 40 Millionen Euro Baukosten aus, erläuterte Schubert.

Die Diskussion mit den Seglern drehte sich vor allem um die Durchfahrt unter dem Paulsdamm. Die geplante Durchfahrtshöhe von 5,19 Metern ist für die Masten von Segelbooten zu gering. Für die Ausweitung des Wassertourismus sei eine ausreichende Durchfahrtshöhe anzustreben, regten die Segler an. Ihre Vorschläge reichten von einer Aufständerung der Brücke über den Bau einer Hub- und Drehbrücke bis hin zu einer Untertunnelung. Beispiele aus Holland und Schweden zeigten, dass die Bevölkerung auch auf viel befahrenen Straßen kurzzeitige Staus akzeptieren.

Der Dezernent des Straßbauamtes verwies in der Diskussion auf anfallende Mehrkosten bei den vorgeschlagenen Varianten sowie auf bautechnische Probleme, beispiels weise bei der Gründung von Tunneln oder die starke Neigung der Strecke sowie optische Probleme beim Höherlegen der Trasse. Die Alternative drei, eine zusätzliche Brücke über den Schweriner Innensee, lehnten die Zuhörer ab, weil dadurch das Freizeitgebiet in der nördlichen Ausbuchtung des Sees verloren gehe. Auch optisch sei diese Lösung inakzeptabel.

Baudirektor Schubert wies darauf hin, dass die Wassersportler ihre Einwände und Wünsche im Raumordnungsverfahren einbringen können.

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