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Geld für Neugeborene : Seehof reicht Begrüßungsgeld aus

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeindevertreter haben entschieden, ab kommendem Jahr jeden neuen Erdenbürger der Kommune mit 100 Euro willkommen zu heißen

svz.de von
erstellt am 25.Dez.2014 | 12:00 Uhr

Frohe Botschaft für künftige Eltern in der Gemeinde Seehof: Vom nächsten Jahr an heißt die Kommune jedes Neugeborene, das hier zu Hause ist, mit einem Begrüßungsgeld von 100 Euro willkommen. So haben es die Gemeindevertreter auf ihrer Dezember-Sitzung beschlossen. „Wir freuen uns, dass wie die Neugeborenen auf diese Art und Weise begrüßen können“, sagt Bürgermeisterin Christiane Schwonbeck. Schon seit längerem habe sich die Gemeinde mit dem Gedanken getragen, das Begrüßungsgeld einzuführen. Bislang habe es aus Gründen der Sparsamkeit nicht geklappt. Jetzt aber ist es soweit. Die Zahl der Neugeborenen eines Jahres ist in der Gemeinde bislang überschaubar: Im Vorjahr waren es fünf Kinder, in diesem Jahr sind es bislang noch weniger.

Die Familien der jüngsten Erdenbürger werden einen Gutschein im Werte von 100 Euro erhalten, der persönlich überreicht wird, sagt Christiane Schwonbeck. „Es ist keine große finanzielle Unterstützung, das wissen wir sehr wohl. Es soll eine freundliche Geste sein, mit der wir zeigen, dass uns die Jüngsten willkommen sind.“

Doch Seehof ist nicht die einzige Gemeinde im Amt Lützow-Lübstorf, die Begrüßungsgeld zahlt. Die Gemeinde Pingelshagen gibt seit 2011 für jedes Neugeborene sogar 200 Euro. Und in Zickhusen waren es anfangs – von 2001 bis 2007 – 50 Euro, danach 100 Euro.

Vier Gemeinden des Amtes Stralendorf planen Ausgaben als Begrüßungsgeld auch jedes Jahr ein. In Dümmer sind es für jedes neugeborene Kind 500 Euro. Der Scheck wird den jungen Eltern zu Hause überreicht – in der Regel von der Bürgermeisterin und der Kita-Leiterin. Bislang waren es in diesem Jahr elf Kinder, deren Familien in diesen Genuss gekommen sind. Im Vorjahr waren es zwölf Kinder.

In der Gemeinde Pampow können für dieses Jahr bislang Eltern von 44 Kindern von dieser „Beihilfe zur Erstausstattung“ profitieren. So heißt die Umschreibung für das Begrüßungsgeld hier. Denn die Gemeinde wolle verhindern, dass sozialschwachen Familien, die Hartz IV erhalten, das Begrüßungsgeld angerechnet wird. Im Vorjahr erhielten diese Beihilfe insgesamt 29 Kinder. Pampow überweist das Geld in zwei Raten: Gleich zur Geburt gibt es 150 Euro, weitere 100 Euro dann zum ersten Geburtstag. Früher, beginnend mit dem Jahr 2007, wurden noch insgesamt 500 Euro pro Kind bereitgestellt. Die Gemeinde hat die Summe dann 2010 halbiert.

Die Gemeinde Klein Rogahn reicht seit Anfang 2012 Begrüßungsgeld in Höhe von 50 Euro für jedes Neugeborene aus.

Die Gemeinde, die am meisten Geld gibt, ist Wittenförden: 1000 Euro für jeden neuen Erdenbürger seit 2010. Im Jahr zuvor waren es sogar noch mehr. Da gab es fürs erste Kind 1000 Euro, fürs zweite 1500 und fürs dritte sogar 2500 Euro. Doch von dieser Regelung habe die Gemeinde wieder Abstand genommen, heißt es aus dem Amt Stralendorf. Der Grund: Junge Eltern, die nicht in Wittenförden wohnten, aber ihre Eltern dort hatten, meldeten sich dort amtlich an – und hofften so auf die finanzielle Zulage. Für das noch laufende Kalenderjahr sind 13 Neugeborene in der Gemeinde Wittenförden gemeldet, im Vorjahr waren es 18 Kinder.

Im Amt Crivitz zahlt lediglich die Gemeinde Tramm Begrüßungsgeld in Höhe von 500 Euro. Und das schon seit mehreren Jahren. Hier lädt die Gemeinde die Eltern mit ihren Sprösslingen Anfang eines neuen Jahres ein, um sich in gemütlicher Runde gemeinsam auszutauschen. In der Stadt Crivitz gibt es kein Begrüßungsgeld, aber ein Präsentpäckchen mit einem Begrüßungsschreiben, selbst gestrickten Söckchen, einem Sagenbuch und einem T-Shirt, informiert das Amt. In Pinnow lädt die Gemeinde zum Neujahrsempfang auch die Eltern mit ihren Neugeborenen ein. Es gibt ein kleines Geschenk und Blümchen.

In den zwölf Kommunen des Amtes Ludwigslust-Land wird kein Begrüßungsgeld gezahlt.

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