Gerüchte um Crivitzer Seeblick : Seeblick mit Ausblick

Volles Haus auch wieder am Wochenende. Doch im Crivitzer Haus Seeblick brummt derzeit nicht nur das Geschäft.
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Volles Haus auch wieder am Wochenende. Doch im Crivitzer Haus Seeblick brummt derzeit nicht nur das Geschäft.

Crivitzer Wirt bezieht Stellung: Gerüchte um das Ausflugslokal stimmen nicht

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08. Mai 2017, 23:43 Uhr

Trotz eines vierfachen Beinbruchs im Dezember lässt sich Mark Hortig nicht unterkriegen. „Ich versuche das Beste draus zu machen“, betont der gelernte Koch und Wirt vom Crivitzer „Haus Seeblick“. Ein Tablett kann er noch nicht halten. „Aber ich bin zufrieden, dass ich mich an meinen Krücken sicher vorwärts bewegen kann“, erzählt der 48-Jährige. Mehrere Operationen waren nötig, in der Summe lag Hortig mehr als zwei Monate im Krankenhaus. „Jetzt geht es in die ambulante Reha“, fügt Maik Hortig an. „Im Sommer will ich wieder voll an Bord sein.“ Der Wirt ist stolz auf sein Team, dass die Traditionsgaststätte am Laufen hält – und das Geschäft brumme. „Wir haben volles Haus zu den Jugendweihen, viele Gäste lassen sich derzeit den Spargel schmecken und die Ausflugssaison läuft ebenso an“, so der Wirt.

Doch üble Gerüchte in und um Crivitz werden immer lauter. Mal wolle Maik Hortig das Haus Seeblick verkaufen. Dann ist er angeblich todkrank. Und seine Angestellten wurden schon gefragt, ob sie ihre Kündigung in der Tasche hätten. „Anfangs habe ich darüber geschmunzelt“, erzählt der gebürtige Crivitzer. „Denn nichts davon ist wahr und geredet wird viel.“

Als erste Gäste ihre Reservierungen zurückzogen, andere nachfragten, ob es bei Buchungen bleibt, reicht es dem Wirt: „Das Ganze ist nicht nur geschäftsschädigend, es nervt mich und mein Team.“ Gerade seine Leute will Hortig schützen. Nicht nur die sechs Angestellten, auch die Saisonkräfte rennen sich die Hacken ab, bedankt sich der Chef, der so oft es geht mehr als einen Blick auf den Geschäftsbetrieb in Hotel und Restaurant wirft. „Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass es nach meinem schweren Unfall noch schlimmer kommen kann“, sagt Hortig. Aber aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. Schließlich haben sein Großvater Max und sein Vater Walter das Haus Seeblick nach dem zweiten Weltkrieg zu dem gemacht, was es heute ist. Im vorigen Jahr feierte das Familienunternehmen gerade sein 70-jähriges Bestehen.

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