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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 13:29 Uhr

Schweriner See : See soll nicht zur Rennpiste werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wasserschutzpolizei kündigt verstärkte Kontrollen an – Hohes Bußgeld beim Befahren von Naturschutzgebieten

von
erstellt am 23.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Wenn es nach der Schweriner Wasserschutzpolizei geht, dann kann die Saison auf den Seen starten. „Wir sind vorbereitet“, sagt Inspektionsleiter Thomas Holz. Vor allem auf Raser und auf die Einhaltung der neuen Vorschriften für die Befahrung von Naturschutzgebieten werden er und seine Kollegen ein wachsames Auge haben.

Nach der neuen Regelung dürfen Sportboot-Fahrer etwa Kaninchenwerder nur noch über die Steganlage anfahren, Ziegelwerder, das Ramper Moor und der Große Stein seien völlig tabu. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung werde die entsprechenden Bereiche noch austonnen, erklärt Thomas Holz. Wer sich nicht an die Befahrensregeln halte, dem drohten ein Bußgeld in Höhe von 300 Euro und eine Anzeige.

Immer wieder ein Thema auch auf den Seen: Tempo-Sünder. So registrierte die Schweriner Wasserschutzpolizei, die auch für den Landkreis Ludwigslust-Parchim und Teile des Landkreises Rostock zuständig ist, in der vergangenen Saison, von Mai bis September 2015, 114 Geschwindigkeitsverstöße, zehn mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Unter den ertappten Rasern waren auch 24 Jet-Ski-Fahrer. „Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der verwarnten Fahrer damit verdreifacht“, sagt Thomas Holz.

686 Ordnungswidrigkeiten zählte die Wasserschutzpolizei in der Saison 2015 insgesamt, 35 mehr als im Vorjahr, darunter auch wieder Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht von Booten, gegen Verkehrsregeln auf See und gegen einschlägige fischereirechtliche Vorschriften.

Die Zahl der gemeldeten Bootsunfälle stieg im Saison-Vergleich von 26 auf 34. In den allermeisten Fällen seien die Unfälle glimpflich verlaufen, schildert Thomas Holz. Für Bestürzung sorgte allerdings dieser Fall: Bei einem Sportboot-Unfall vor Bad Kleinen kam am Herrentag 2015 ein Rentner ums Leben. Tragisch auch ein weiterer Todesfall: Ende Juli verunglückte ein vierjähriges Mädchen bei einem Badeunfall am Zippendorfer Strand tödlich (SVZ berichtete).

Zur Schweriner Wasserschutzpolizeiinspektion gehören 30 Beamte. 23 versehen ihren Dienst am Hauptsitz am Werder, fünf sind am Plauer See im Einsatz, zwei in Dömitz stationiert. „Die Wintermonate haben wir unter anderem für Lehrgänge und die Weiterbildung genutzt“, sagt Thomas Holz. Außerdem habe es verstärkte Kontrollen von Bootshäusern gegeben. Mit Erfolg: In der Landeshauptstadt seien jedenfalls keine Diebstähle von Booten, Motoren oder anderer Ausrüstung gemeldet worden, so der Inspektionsleiter.

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