Schweriner Dom : Sechstes Fenster wird restauriert

Das sechste Historienfenster  zeigt die Evangelisten Johannes und Markus. Im Sommer wird es restauriert.
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Das sechste Historienfenster zeigt die Evangelisten Johannes und Markus. Im Sommer wird es restauriert.

Dom-Förderkreis schließt Instandsetzung der Glasmalerei im Chorumgang ab / Benefizessen brachte 5500 Euro für das Projekt

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14. Februar 2018, 16:00 Uhr

Das farbenprächtige Fenster zeigt die Evangelisten Johannes und Markus, gefertigt wurde es wie die fünf anderen Historienfenster im Chorumgang des Schweriner Doms von der Tiroler Glasmalerei Innsbruck Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag von Mitgliedern der Großherzoglichen Familie. Nun soll auch dieses Fenster gereinigt, ausgebessert und besser geschützt werden. Im Sommer werde die Firma Brügemann aus Schönfeld-Mühle die Restaurierung übernehmen, sagt Gerlinde Haker, die stellvertretende Vorsitzende des Dom-Förderkreises.

Die Historienfenster wieder erstrahlen zu lassen, dieser Aufgabe hat sich der Förderkreis seit mehreren Jahren verschrieben. „Mit dem sechsten und letzten Fenster kommt unser Projekt jetzt zum Abschluss“, erklärt Haker. Rund 200 000 Euro seien in die Restaurierung der sechs Fenster geflossen. Viele Partner hätten dabei ihren Beitrag geleistet, betont die stellvertretende Vorsitzende.

So stellt etwa die Stiftung kirchliches Bauen auch für das sechste Fenster 6000 Euro zur Verfügung. Insgesamt rund 30 000 Euro werde die Restaurierung kosten, sagt Haker. 24 000 Euro bringe der Förderkreis auf. Ein wichtiger Grundstock: der Erlös der diesjährigen Domtafel. Rund 5500 Euro habe das Benefizessen in der Thomaskapelle eingebracht. 80 Gäste tafelten, bewirtet von Ute Brinkama und ihrem Team. Ehrengast bei der 23. Domtafel war Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer und Stiftungsdirektor der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Auch den Erlös der jüngst zurückliegenden Domtafeln hatte der Förderkreis für die Restaurierung der Historienfenster im Chorumgang verwendet. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1992 sind aber auch zahlreiche weitere Vorhaben realisiert worden, so wurden unter anderem auch die Cornelius-Fenster, der Loste-Altar, die Tauffünte, das Grabmal von Herzog Christoph und das Christophorus-Wandgemälde wieder in Ordnung gebracht. Rund 200 Mitglieder zählt der Förderkreis aktuell.

In seiner Festrede bei der Domtafel ermunterte Friedrich-Wilhelm von Rauch die Aktiven vom Förderkreis ausdrücklich, ihr Engagement für die Stadt und den Dom fortzusetzen. „Wir würden uns und anderen wichtigen ,Nährstoff‘ vorenthalten, wenn wir uns nicht für Städtebilder engagierten und darauf verzichteten, Denkmäler lesbar zu machen“, sagte er.

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