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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 23:00 Uhr

Schwerin-Lankow : Schwimmhallen-Abriss pausiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Politik gibt Grünes Licht für Gespräche mit potenziellem Investor Ulrich Bunnemann

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Acht Wohnungen, das kleine Schwimmbecken für Aqua-Kurse, das große für Sport, eine Physiotherapie, eine Sauna und einen Neubau auf einem Teil des Parkplatzes – das sind die Ideen des renommierten Architekten Ulrich Bunnemann für die ausgediente Lankower Schwimmhalle. In quasi letzter Sekunde hatte der Investor, der gerade dem alten Brauereigelände an der Knaudtstraße neues Leben einhaucht, sein Interesse bekundet. Eigentlich sollte heute der finale Abriss beginnen. Den hat die Stadt jetzt ausgesetzt, um mit Bunnemann Details verhandeln und Sicherheiten einfordern zu können. Die Stadtvertreter im Hauptausschuss hatten das am späten Dienstagabend in nicht öffentlicher Beratung so beschlossen.

Heute nun will die Stadtspitze im Gespräch mit dem Investor hören, ob er zum Versprochenen steht: Übernahme der bisherigen Abrisskosten, Zahlung der Vertragsstrafe an die Abrissfirma, Kauf des Grundstücks und Verpflichtung zur Investition. Passt alles, könnte es schnell gehen, da Bunnemann die Hülle der Halle erhalten will und somit den Denkmalschützern in die Arme spielt. Ohnehin gibt es bei Investitionen in denkmalgeschützter Substanz bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Investoren. So wäre auch kein eigener Bebauungsplan für die Arbeiten notwendig, womit Zeit eingespart werden kann.

Damit das alles so klappt, hat sich nach Auskunft von Baudezernent Bernd Nottebaum die Abrissfirma bereiterklärt, zwei, drei Tag mit den Arbeiten in Lankow auszusetzen.

Die Alternativen waren wenig vielversprechend: Bei einem Abrissstopp und Ausschreibung zum Verkauf wäre viel Zeit vergangenen und möglicherweise ein Investor gefunden worden, der nicht einzuschätzen ist. Den Abbruch zu Ende zu führen, wäre für die Stadt ein Minusgeschäft geworden.

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