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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 06:54 Uhr

SVZ auf der Baustelle : Schwimmhalle wartet auf Wasser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Arbeiten am Elf-Millionen-Euro-Projekt liegen im Plan, im Januar soll der Probebetrieb beginnen: SVZ schaute sich auf der Baustelle um

von
erstellt am 29.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Die Becken sind drin, die Startblöcke ebenso montiert wie die Anschlagwände. Über die Wandfarbe ist entschieden, den beheizbaren Sitzbänken fehlt nur noch der Belag. Die neue Schwimmhalle am Dreescher Markt ist fast fertig, der angekündigte Eröffnungstermin zu Beginn der Winterferien, also im Februar 2015, scheint realistisch. Die große Bewährungsprobe steht aber noch aus: Wasser marsch heißt es in wenigen Wochen und erst dann beweist sich, ob alles auch wirklich dicht ist und die riesigen Maschinen im Keller – Heizung, Lüftung, Elektronik, Badewassertechnik – perfekt arbeiten. Wolfgang Kummerow, Diplom-Ingenieur und Bauleiter des Elf-Millionen-Euro-Projektes, nahm SVZ mit über die Baustelle. Zum Jahresende möchte der Dresdener übrigens schon zu Hause sein. So wie es aussieht, schafft er das auch. „In der 50. Kalenderwoche wird es bestimmt nochmal chaotisch, weil alle fertig werden wollen“, orakelt der erfahrene Schwimmhallen-Bauer. Danach ist nämlich Weihnachten und im Januar soll der Probebetrieb beginnen.

Sein Büro hat Kummerow in einem Baucontainer am äußersten Winkel des Parkplatzes, der rund 40 Stellplätze umfasst. Drei in Plastikplane gewickelte ovale Körper ziehen dort fragende Blicke auf sich. „Sitzsteine“, sagt der Bauleiter kurz. Das sind also die Bänke, die vor der Halle platziert werden. Passend zu den Kunstkissen auf dem Dreescher Markt? Vor dem Eingang wird auch noch die Lankower Plastik von August Martin Hoffmann platziert, außerdem finden Telefonzelle und Litfaßsäule an ihren alten Standort zurück, berichtet Kummerow, der sich eben auch mit solchen Fragen herumschlagen musste. Aus der Entscheidung, welcher der verschiedenen Grautöne für die Betonwellen an der Wand ausgewählt wird, durfte er sich indes raushalten. Farbproben in der Halle zeugen noch von der schwierigen Findungsphase. Weiß und ein helles Grün ergänzen die Farbpalette künftig im Inneren, von außen ist die neue Schwimmhalle dunkelgrau und dunkelblau.

Der Weg, den die Schwimmer bald nehmen, ist schon deutlich zu erkennen: Nach dem Haupteingang geht es rechts entlang, am Bezahltresen kann man einen ersten Blick durch die riesigen Fenster in die Halle werfen. Rechts der Schwimmbecken liegen die Umkleidekabinen, Toiletten und Duschräume. Letztere werden gerade gefliest. Die Türzargen werden voraussichtlich heute geliefert, sagt Kummerow, die Ankunft der Schränke und Kabinen steht für Mitte November auf dem Plan. Im ersten Stock wartet noch ein besonderes Kleinod: Ein Raum, von dem aus man einen tollen Blick auf die Schwimmbecken hat und der eine großzügige, überdachte Terrasse mit Blick zum Faulen See hat. „Mehrzweckraum“ nennt der Bauleiter ihn. Angedacht war er als Ruheraum nach dem Saunagang. Doch die Stadtvertreter konnten sich nicht für die Saunalösung erwärmen, der dafür freigehaltene Raum wird jetzt anderweitig genutzt. Eine Sauna nachzurüsten sei wohl nicht möglich, sagt Kummerow.

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