Schwerin Lankow : Schwimmhalle: Verkauf läuft

Architekt Ulrich Bunnemann will die alte Halle umbauen.
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Architekt Ulrich Bunnemann will die alte Halle umbauen.

Vertragsverhandlungen mit Investor Ulrich Bunnemann auf der Zielgeraden.

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20. November 2015, 12:00 Uhr

Die Landeshauptstadt will den Streit um den geplanten Abriss der alten Schwimmhalle in Lankow durch einen Verkauf des Objektes beilegen. Die Stadt ist sowohl Eigentümerin der Immobilie als auch des Grundstückes an der Lübecker Straße 266. Sie beabsichtigt, die 1976 fertig gestellte und 2014 still gelegte Schwimmhalle am Nordostufer des Lankower Sees an den Schweriner Architekten Ulrich Bunnemann zu verkaufen (SVZ berichtete). Dieser plant eine Umnutzung des Gebäudes, das vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege im April 2015 als „schutzwürdiges Baudenkmal“ eingestuft wurde.

„Ich bin froh, dass wir mit dem Verkauf auch dem Wunsch vieler Schweriner nachkommen, den Abriss dieses mit vielen Emotionen verbundenen Gebäudes durch ein sinnvolles Nutzungskonzept zu vermeiden. Die Stadt Schwerin spart Abrisskosten in erheblicher Höhe ein und behält durch die vertraglichen Festlegungen die Steuerungsmöglichkeiten in der Hand“, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Bunnemann hatte der Stadt überraschend während der bereits laufenden Abrissarbeiten ein Kaufangebot unterbreitet. Der danach in Verhandlungen mit der Stadt erzielte Verkaufspreis liegt über dem derzeitigen Verkehrswert des Grundstücks und deckt alle bisher entstandenen Abrisskosten der Stadt ab.

Bunnemann, der in Schwerin große Erfahrung bei der Sanierung historischer Bausubstanz besitzt und in der Stadt als erfolgreicher Bauherr bekannt ist, beabsichtigt nach Informationen von Baudezernent Bernd Nottebaum die Sanierung des Objektes und dessen Umbau zu Wohnraum und für gesundheitliche Zwecke, unter anderem für Physiotherapie und Sauna. Dem Investor soll von der Stadt außerdem die Kaufoption auf eine angrenzende 2900 Quadratmeter große Teilfläche zugesichert werden, die derzeit als Parkplatz genutzt wird. Diese zeitlich befristete Kaufoption für das benachbarte Grundstück kann nach Informationen der Stadt jedoch nur in Anspruch genommen werden, wenn der Käufer seiner Sanierungsverpflichtung für das frühere Schwimmhallengebäude nachkommt.

Das letzte Wort hat allerdings die Stadtvertretung, sie muss dem geplanten Verkauf noch zustimmen.

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