Denkmal oder nicht? : Schwimmhalle beschäftigt jetzt das Gericht

Der Streit um den Abriss der Lankower Schwimmhalle liegt jetzt bei Gericht.
Der Streit um den Abriss der Lankower Schwimmhalle liegt jetzt bei Gericht.

Stadt setzt Abrissarbeiten in Lankow fort und hat jetzt Klage eingereicht. Aktion Stadt und Kulturschutz zeigt Fotoschau zum Erhalt der Halle.

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07. September 2015, 21:00 Uhr

Verwirrspiel Schwimmhallenabriss: Nachdem der Widerspruch der Landeshauptstadt gegen den vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege verhängten Baustopp abgelehnt wurde, hat die Stadt ihrerseits nun Klage bei Gericht gegen die Ablehnung eingereicht.

„Solange es kein rechtskräftiges Urteil gibt, setzen wir den nach unserer Rechtsauffassung zulässigen Abriss fort“, betont Baudezernent Bernd Nottebaum. „Wir haben die Ausschreibung zum Abbruch nicht gestoppt“, so der Vize-Oberbürgermeister. Denn die Schwimmhalle sei aus Sicht der Stadt kein Denkmal, das Landesdenkmalamt also auch gar nicht zuständig und die Abrissstopp-Anordnung somit hinfällig. Wenn die Abrissverfügung erteilt wird, werde abgerissen. Derzeit werde bereits an der Asbestentsorgung gearbeitet.

Unterdessen hat die Aktion Stadt und Kulturschutz (ASK) eine Foto-Aktion zum Erhalt der Halle gestartet. Knapp 50 Unterstützer kamen, um gegen den Abriss zu protestieren. Am Dienstag wird eine Ausstellung in den Schweriner Höfen eröffnet, die die Besonderheiten des Baustils der Halle zeigt. Zu sehen sind die Bilder im Brunnenhof. Ein Experte hatte aber bereits enthüllt, dass das berühmte Betonschalendach gar nicht in Schwerin gebaut wurde.

Die ASK kündigte an, dass Anita Gröger auf der nächsten Stadtvertretersitzung einen Antrag zum Schwimmhallenerhalt einbringen werde.

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