Schwerin : Schwimmende Wiese verwahrlost

Unschöner Schlossblick: Unkraut  und Müll verunstalten die  einstigen  Mandarinen-Beete. Foto: kawi
Unschöner Schlossblick: Unkraut und Müll verunstalten die einstigen Mandarinen-Beete. Foto: kawi

Das ehemalige Vorzeigeprojekt der Bundesgartenschau 2009, die Schwimmende Wiese, verwahrlost vor den Augen der Schweriner. Die Zukunftswerkstatt ist dort nur noch mit drei Ein-Euro-Jobbern unterwegs.

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22. Mai 2013, 07:10 Uhr

Ostorf | Die mandarinenförmigen Beete sind zum großen Teil verwildert, auf dem Rasen liegen Kippen, Unrat und die Hinterlassenschaften von vielen Tieren, an den Bänken prangen Graffiti - das ehemalige Vorzeigeprojekt der Bundesgartenschau 2009, die Schwimmende Wiese, verwahrlost vor den Augen der Schweriner. Zwar nutzen vor allem Jugendliche das Areal gern zum Sonnen und als Open-Air-Treffpunkt. Doch von der hochgelobten klaren Linienführung, der innovativen gartenarchitektonischen Grundidee ist nicht mehr allzu viel geblieben. Das ärgert vor allem den ehemaligen Stadtarchitekten und heutigen Chef der Zukunftswerkstatt Axel Höhn. Drei Jahre lang hat die Beschäftigungsgesellschaft mit fünf sozialversicherungspflichtig, ganztags beschäftigen Kommunalkombi-Kräften das Gelände in Schuss gehalten. Das Modell ist ausgelaufen, jetzt sind nur noch drei Ein-Euro-Jobber für die Schwimmende Wiese gebucht. Zu wenig, um die Qualität zu halten, findet Höhn.

Zuständig für die Bewirtschaftung der Schwimmenden Wiese waren und sind allerdings die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen SDS. Die Zusammenarbeit könnte besser laufen, so der Leiter der Zukunftswerkstatt. "Wir hätten gerne eine Check-Liste, auf der verzeichnet ist, auf welcher Mandarine was angepflanzt ist und wie es am professionellsten gepflegt werden sollte", sagt Höhn. Diese Liste habe er leider nie bekommen. Mittlerweile sei fast die Hälfte der ehemaligen bunten Beete verschwunden und mit ihr das besondere Flair.

Noch sei der Buga-Vorzeigegarten im Burgsee zu retten, glaubt Höhn. Mit ein bisschen mehr Geld, viel gutem Willen sowie Engagement. Und wenn Stadt und Zukunftswerkstatt an einem Strang ziehen. "Es ist eben auch eine Frage des eigenen Anspruchs", so Höhn. "Wenn das Niveau der touristischen Attraktionen sinkt, bleiben mittelfristig auch die Gäste weg."

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