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Petermännchen-Film : Schwerins Schlossgeist erobert die Kinoleinwand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fantasy-Film „William und das Petermännchen“ spielt in Schwerin: Heute hat der Streifen Deutschland-Premiere in mehr als 50 Städten

svz.de von
erstellt am 16.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Ab heute gibt es mit „William und das Petermännchen“ Konkurrenz für „Die Schöne und das Biest“ und „Lego Batman“: Der Kinder- und Animationsfilm, der in der Landeshauptstadt spielt, feiert in mehr als 50 Lichtspielhäusern seine Deutschland-Premiere. Kinder in Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder München erfahren so mehr über Schwerin und seinen Schlossgeist.

Die Handlung des Films setzt dabei auf viel Fantasie: Ein Drache bedroht Schwerin. Der Schlossgeist ist verschwunden. In größter Not macht sich die Fee Flimmer mit einem Wurm, einer Ameise und vier jungen Detektiven auf die Suche nach dem Petermännchen. Denn nur gemeinsam mit der Sagenfigur können sie den Drachen stoppen und die Landeshauptstadt vor dem großen Ungetüm retten.

Bei einem Urlaub in Schwerin kam Regisseur Boris Kreuter erstmals die Idee eines Kinderfilms: „Als ich am Schloss spazieren ging, dachte ich mir, dass man hier einen tollen Film drehen könnte. Und als ich dann das erste Mal von der Petermännchen-Sage hörte, war es schon geschehen. Ich wollte unbedingt einen Film machen.“ 2014 ging es dann los: Autorin Liane Reichert steuerte die Geschichte bei, die ersten Aufnahmen wurden gemacht. Von Anfang an bezog der Filmemacher dabei seine Zielgruppe mit ein – Kinder und Jugendliche. „Gemeinsam mit den Kindern der Pinnower Kita und den Schülern des Pädagogiums produzierten wir den Film“, erzählt Kreuter. Produzieren heißt dabei nicht nur Ideengebung: Der Nachwuchs drehte an der Seite von Filmprofis eigene Szenen, half bei der Vertonung und wirkte sogar auf der Leinwand mit: Franziska Kramer, damals Schülerin, ist in der Hauptrolle von „William und das Petermännchen“ zu sehen. Außerdem steuerte sie den Titelsong des Films bei, das eigens komponierte „Petermännchenlied“. Mittlerweile macht die durch DSDS bekannt gewordene Schwerinerin eine Gesangs- und Musical-Ausbildung in Hamburg.

Seine Stimme erhält der Schlossgeist von Ex-ARD-Börsenspezialist Frank Lehmann.
Seine Stimme erhält der Schlossgeist von Ex-ARD-Börsenspezialist Frank Lehmann. Foto: Trickfilmkinder GmbH
 

Doch auch Profis wirkten an dem Animationsfilm von Kindern für Kinder mit. Frank Lehmann, der jahrelang für die ARD über die Börse berichtete, lieh dem Schlossgeist seine Stimme. „Viele wissen nicht, dass Lehmann auch Theater spielt. Für ihn war es eine Herzensangelegenheit dabei zu sein“, sagt Kreuter.

In Schwerin wurde der Film bereits vor zwei Jahren gezeigt: Im April 2015 hatte „William und das Petermännchen“ Vorpremiere im Mega Movies und lief dort zwei Wochen lang. Die damalige Oberbürgermeisterin, Angelika Gramkow, übernahm die Schirmherrschaft und lobte den Film: „Diese Filmproduktion hat gezeigt, welche Schätze hier in der Landeshauptstadt schlummern. Sie hat sie geweckt.“ Rund 1100 Besucher sahen den Film damals und gaben ihre Wünsche und Einschätzungen an das Filmteam weiter. Daraufhin wurde der Film neu geschnitten und feiert nun seine Premiere – in ganz Deutschland, außer in der Landeshauptstadt selbst. „Wir haben in unserem Programm aktuell leider keinen Platz“, erklärt Tino Burmeister vom Mega Movies. Das Capitol wollte sich auf SVZ-Anfrage nicht äußern.

Oberbürgermeister Rico Badenschier freut sich, dass der Film „William und das Petermännchen“ jetzt seinen deutschlandweiten Kinostart erlebt. „Der Film mit seinen wunderschönen Aufnahmen vom Schweriner Schloss und der damit verbundenen spannenden Geschichte um den legendären Schlossgeist Petermännchen weckt Neugier auf einen Besuch in unserer Stadt. Das ist eine tolle Werbemaßnahme für Schwerin.“ Ende des Jahres werde der Kinder- und Animationsfilm auf DVD mit zusätzlichen Inhalten erscheinen, so Regisseur Kreuter.

 

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