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Aktion Stadtbild : Schwerins Schandflecke - eine Bilanz

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SVZ-Serie "Aktion Stadtbild": Vor fünf Jahren nahm unsere Zeitung mehr als 40 Schandflecke, Glanzstücke und Vorhaben unter die Lupe und schaut jetzt, was sich verändert hat.

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2013 | 06:37 Uhr

Schwerin | Als zum Jahresende der Marienplatz nach der Neugestaltung übergeben wurde, war eine der größten Veränderungen längst vollzogen: Die maroden Marienhöfe waren der modernen Marienplatzgalerie gewichen. Der Berliner Projektentwickler Joachim Tenkhoff hatte rund 70 Millionen Euro in den Neubau investiert und damit einen langjährigen Schandfleck im Herzen der Stadt beseitigt. Die Stadt selbst hatte mit der Neugestaltung des Platzes, wofür es im Vorfeld einen Architektenwettbewerb gegeben hatte, nachgezogen, so dass der zentrale Verkehrsknotenpunkt und der Einkaufsmittelpunkt in neuem Glanz erstrahlt.

Solche positiven Beispiele gibt es schon seit Jahren. Schwerin entwickelt sich rasant weiter, nicht immer in solchen Dimensionen wie am Marienplatz. Aber viele private Investoren sorgen dafür, dass Leerstand verschwindet, dass unansehnliche Gebäude zu begehrten Wohnhäusern werden. Die Liste ist in den Jahren lang geworden - auch darauf wird die Serie "Aktion Stadtbild" eingehen.

Da es aber auch immer noch sichtliche Schandflecken gibt, oder stockende Bauvorhaben, soll die SVZ-Serie auch Entwicklungspotenziale aufzeigen. Wie schon beim ersten Teil unserer Serie, die im Vorfeld der Bundesgartenschau im Jahr 2007 begann, wird es allerdings auch jetzt Immobilien geben, über die rechtlich gestritten wird oder wo Eigentumsverhältnisse zwar geklärt worden sind, der Besitzer aber nichts machen will - oder kann. Beispiele dafür gibt es auch reichlich. Die "Fähre" in Mueß zählt dazu oder das einstige Jagdhaus Schelfwerder.

Die Idee der "Aktion Stadtbild" war es vor fünf Jahren auch, zusätzliche Investoren im Vorfeld der Buga zu motivieren. Denn zur Bundesgartenschau 2009 wollten die Schweriner ihren Gästen eine wunderschön sanierte Stadt präsentieren. Einen Schwerpunkt stellten dabei auch die Gebäude auf dem Wege zum Buga-Ausstellungsgelände dar. "Noch gibt es auf diesen Wegen zahlreiche, das Stadtbild verschandelnde Gebäude, aber eben auch sehr gut sanierte Häuser, die erkennen lassen, wie schön unsere Stadt schon ist und wo sie noch Reserven hat", hatte damals Dr. Ronald Apitz, seinerzeit Leiter der Arbeitsgruppe Stadtbild des Vereins Pro Schwerin gesagt. Durch Vorstellung von positiven Beispielen der Sanierung alter Gebäude sollten Investoren gewürdigt werden. Mit der Nennung negativer Beispiele sollten potenzielle Investoren auf diese Objekte aufmerksam gemacht, beziehungsweise Eigentümer motiviert werden, auch mit neuen Ideen ihre Häuser zur Buga zu sanieren.

Die Bundesgartenschau war tatsächlich ein Investitionsprogramm in die Infrastruktur. Werderstraße und Graf-Schack-Allee wurden erneuert, Bertha-Klingberg-Platz und Schwimmende Wiese entstanden, die historischen Gärten rund ums Schloss wurden denkmalgerecht saniert und der südliche Schlossgarten wieder zugänglich gemacht. Mit der Neugestaltung des Platzes am Beutel erhielt Schwerin einen Stadthafen. Dieser wird mit dem Klingbergplatz seit der Buga durch die neue Schlosspromenade verbunden. Zudem erhielt eine Reihe von Sportvereinen durch die Buga neue Quartiere.

In den kommenden Wochen wird die SVZ das Thema Schandflecken erneut aufgreifen und aufzeigen: Wo haben Investoren Wort gehalten? Wo hat sich noch nichts getan? Und wo geht es jetzt tatsächlich los? Rund 40 Objekte stehen dabei auf der Liste.


Glanzstücke und Schmuddelecken
In Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2009 in Schwerin hat die Schweriner Volkszeitung im Jahr 2007 gemeinsam mit den Partnern vom Verein Pro Schwerin und dem Buga-Förderverein die „‚Aktion Stadtbild“ ins Leben gerufen. Mehr als 40 Gebäude, Plätze oder Straßen haben wir damals vorgestellt – wo dringend etwas passieren muss, wo schon Investoren arbeiteten oder was bereits in neuem Glanz erstrahlte. Seitdem hat sich viel getan. Grund genug, erneut eine Bilanz zu ziehen. Lesen Sie als nächstes in unserer neuen Serie „Aktion Stadtbild“: das Toilettenhäuschen in der Goethestraße.

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