Schwerins Strassen : Schwerins Radler bekommen Schutzstreifen

Voll ist der Obotritenring schon jetzt im Berufsverkehr. Künftig wird es noch enger, wenn rechts und links Fahrradschutzstreifen eingerichtet werden.
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Voll ist der Obotritenring schon jetzt im Berufsverkehr. Künftig wird es noch enger, wenn rechts und links Fahrradschutzstreifen eingerichtet werden.

Schwerin setzt auf Verkehrsberuhigung: Auf dem Obotritenring werden Fahrradwege eingerichtet, in fünf Straßen wird Tempo reduziert

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18. März 2016, 05:00 Uhr

Die Landeshauptstadt ergreift weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Sie setzt jetzt einen Stadtvertreterbeschluss um und richtet neue Tempo-30-Zonen ein. Außerdem bekommt der Obotritenring zwischen Flotow- und Beltzstraße Schutzstreifen für Radfahrer und Abbiegezonen für sie an den Ampeln.

„Der Auftrag, weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen zu prüfen und zu realisieren, geht auf einen Beschluss der Stadtvertretung aus dem Jahre 2011 zurück“, erklärt Baudezernent Bernd Nottebaum. Das Verfahren sei sehr kompliziert, deshalb die lange Zeit. Es laufe über Studie, Gutachten, Anhörung, Abwägung der Einwände und schließlich Beschlussvorschlag für die politischen Gremien. „Verkehrsberuhigung wird von Autofahrern und Anliegern meist kontrovers diskutiert. Uns ging es um eine objektive Bewertung“, betont Nottebaum.

Der Hauptausschuss hat der Liste der Straßen, auf denen das Tempo auf 30 Stundenkilometer reduziert werden soll, bereits zugestimmt. Es handelt sich um die Grabenstraße, Ellerried, Friedrich-Engels-Straße, Reiferbahn und Schleifmühlenweg.

„Wir haben auch andere Straßen wie etwa die Güstrower geprüft, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass dort durch den guten Ausbauzustand Tempo 50 sinnvoll ist“, sagt Nottebaum. Eine Erhöhung des Tempolimits – wie in der Vergangenheit schon mehrfach für die Umgehungsstraße gefordert – sei nicht Gegenstand der Prüfung gewesen, sagte der Dezernent auf SVZ-Nachfrage.

Veränderungen wird es ab nächsten Monat auch auf dem Obotritenring geben. Zwar werde das Tempolimit von 50 Stundenkilometern nicht angetastet, doch für die Radfahrer soll es mehr Sicherheit durch Schutzstreifen geben, sagte der Leiter des Fachbereichs Verkehrsmanagement, Dr. Bernd Smerdka. „Wir werden Ende April zwischen der Flotowstraße und der Robert-Beltz-Straße auf beiden Seiten des Obotritenrings Fahrrad-Schutzstreifen aufzeichnen.“

Die neue Markierung der Fahrbahnen soll so aussehen, dass auf der 3,75 Meter breiten jeweiligen rechten Spur ein Fahrradweg von 1,50 Meter Breite eingezeichnet wird. Es verbleiben 2,25 Meter für die Autos. Benutzen Radfahrer ihren Schutzstreifen, müssen Laster und Busse hinter ihnen bleiben. „Diese Schutzstreifen sind ein zusätzliches Angebot für Radfahrer. Sie können wählen, ob sie es nutzen oder weiterhin auf dem Gehweg fahren wollen“, erläutert Smerdka.

Ein zusätzliches Problem könnte beim Linksabbiegen der Radfahrer entstehen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden vor den Ampeln Schutzräume eingezeichnet. Dort können sich die Radler aufstellen oder einordnen und dann gemeinsam mit dem fließenden Verkehr abbiegen. Ende April treten die Neuregelungen in Kraft.

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