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Unfallschwerpunkte : Schwerins gefährlichste Kreuzungen

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Die gute Nachricht zuerst: In der Landeshauptstadt haben sich im vergangenen Jahr weniger Unfäl le er eignet als 2010. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die die Polizei inspektion gestern vorstellte.

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erstellt am 20.Apr.2012 | 09:55 Uhr

Schwerin | Die gute Nachricht zuerst: In der Landeshauptstadt haben sich im vergangenen Jahr weniger Unfäl le er eignet als 2010. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die die Polizei inspektion gestern vorstellte. Danach krachte es auf den Schweriner Straßen 2011 genau 3597-mal. Im Jahr 2010 hatte es noch 241 Unfälle mehr gegeben. "Vergleicht man die aktuelle Situation mit der Lage vor zehn Jahren, dann ist die Zahl der Unfälle sogar um rund ein Viertel zurückgegangen", bilanziert der zuständige Sachbearbeiter in der Polizeiinspektion, Klaus Borchert. Verstärkte Kontrollen und Präventions arbeit hätten offenbar Wirkung gezeigt.

Doch die Statistik weist auch einen bedauerlichen Trend aus: Die Zahl der Verunglückten hat sich im vergangenen Jahr gegenüber 2010 von 291 auf 305 erhöht. "Einen Anstieg verzeichnen wir allerdings nur bei den Leichtverletzten, die Zahl der Schwerverletzten ist zurückgegangen", betont Borchert. Ein Verkehrsteilnehmer sei im vergangenen Jahr bei einem Unfall am Bahnübergang in Medewege zu Tode gekommen.

Zahl der Alkoholfahrten und Vorfahrtsverstöße gestiegen

Unter den Hauptunfallursachen sei die Bedeutung der überhöhten Geschwindigkeit im Vergleich zu 2010 sehr deutlich zurückgegangen, unterstreicht Inspektionsleiter Ingo Renk. Dass die Tempokontrollen innerhalb der Stadt auch nach der Polizeistruk turreform konsequent durchgeführt worden seien, habe sich bewährt. Leicht zugenommen hätten dagegen alkohol- und drogenbedingte Unfälle, so Renk. Gestiegen sei auch die Zahl von Vorfahrts- und Rotlichtverstößen, die in der Landeshauptstadt zu Zusammenstößen geführt hätten.

Als Unfallschwerpunkte in Schwerin erwiesen sich erneut die Kreuzungen Obotritenring / Wittenburger Straße und Ludwigsluster Chaussee / Karl-Marx-Allee. Auf dem dritten Rang folgt der Abzweig Am Grünen Tal / Köpmarkt. "Auch im weiteren Verlauf der Straße Am Grünen Tal, an der Einmündung zur Hamburger Allee und an der Kreuzung mit der Crivitzer Chaussee, haben sich im vergangenen Jahr zahlreiche Unfällen ereignet", berichtet Sachbearbeiter Borchert. Kraftfahrer müssten in diesem Bereich deshalb auch künftig mit regelmäßigen Kontrollen rechnen.

Sorgen bereitet der Schweriner Polizei weiterhin die hohe Zahl der Un fallfluchten. Sie stieg von 962 im Jahr 2010 auf 1019 im vergangenen Jahr. "Fast jeder dritte Unfallverursacher hat sich somit unerlaubt vom Ort des Geschehens entfernt", erklärt Borchert. In den bei weitem meisten Fällen habe es sich allerdings um Parkplatz-Unfälle gehand elt. "Doch auch wer zum Beispiel beim Ausparken einen Kratzer an einem anderen Fahrzeug verursacht und dann einfach wegfährt , bege ht eine Straftat", so der Sachbear beiter.

Gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist 2011 die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern. Hatte es 2010 noch 119 dieser Unfälle gegeben, waren es im vergangenen Jahr 179. "Besonders gefährlich ist es für Radfahrer etwa auf der Lübecker Straße", schildert Borchert. Dort gäbe es viele Einmündungen und Ausfahrten, an denen Radler von Kraftfahrern auf den ersten Blick oft nicht auszumachen seien. Andererseits sollten aber auch Pedalritter nicht in entgegengesetzter Richtung im Straßenverkehr unterwegs sein, um sich nicht unnötig zu gefährden, mahnt der Sachbearbeiter. 14 Radfahrer sind im vergangenen Jahr bei Unfällen schwer verletzt worden, 118 haben sich leichte Verletzungen zugezogen. Unter den verletzten Radlern hätten sich 15 Kinder befunden, so Borchert. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 35 Mädchen und Jungen auf den Straßen der Landeshauptstadt verunglückt.

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