zur Navigation springen

Autokino für Schwerin : „Schwerino“ bittet zum Einkauf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der Gartenstadt entsteht ein Fachmarktzentrum mit Supermarkt, Sportartikel- und Möbelangebot und einem Autokino

Die Idee, in der Gartenstadt an der Ecke Ludwigsluster Chaussee/Umgehungsstraße ein Fachmarktzentrum zu bauen, ist schon gut acht Jahre alt. Nach langen Planungen, Gutachten und Gegengutachten, Umplanungen und vielen Diskussionen in der Stadtvertretung sowie unter den Schweriner Einzelhändlern ist es nun soweit. „Wir werden Ende des Jahres anfangen zu bauen“, sagt Projektentwickler Rainer Beckmann. Der überarbeitete Bebauungsplan steht. Nach dessen Beschluss durch die Stadtvertreter gibt Beckmann jetzt auch Einzelheiten des Vorhabens preis.

In das Fachmarktzentrum, das den Namen „Schwerino“ – für Schwer in Ordnung – tragen soll, wird zunächst ein Supermarkt, ein so genannter Vollversorger einziehen. „Wir sind in der Abstimmung mit Mietinteressenten“, sagt der Projektentwickler. Derzeit redet er mit Kaufland, Hit, Rewe und Edeka. Der Zuschlag soll Anfang August erteilt werden. „Wir werden das in enger Abstimmung mit der Stadt machen.“ Fest steht bereits: Die Mietdauer wird 20 Jahre betragen.

Vor dem Supermarkt werden in einem Dienstleistungsbereich ein Bäcker, ein Fleischer und ein Restaurant zu finden sein. Im Obergeschoss könnte ein Gesundheitsbereich entstehen mit Arztpraxen und Fitness-Center. Hier ist noch keine Entscheidung gefallen.

In das Fachmarktzentrum soll auch ein Möbelanbieter einziehen. „Wir sprechen mit vier Interessenten“, so Beckmann. Für einen Sportfachmarkt gibt es einen Interessenten. „Wir wissen selbst noch nicht, wer das ist, weil die Bewerbung über einen Makler läuft.“ Gemeldet haben sich auch zwei große Drogeriemarktketten – dm und Rossmann. Dass noch keine Mietverträge abgeschlossen sind, begründet Rainer Beckmann damit, dass der B-Plan erst jetzt Rechtskraft bekommen hat.

Der Projektmanager verspricht ein Einkaufsparadies mit viel Grün. Die Hightec-Fassade wurde von Studenten der Wismarer Hochschule entworfen. Zu der Fläche des Fachmarktzentrums gehört ein Wald entlang der Umgehungsstraße. Der wird umgewandelt, Biotope entstehen. Als Ausgleich haben die Investoren bereits vor anderthalb Jahren einen viereinhalb Hektar großen Wald bei Jülchendorf aufforsten lassen.

Der Parkplatz wird so angelegt, dass die Besucher auf eine große Videowand blicken können. Hier können, wie im Autokino, Filme abgespielt werden. Auf den Parkflächen sollen auch Flohmärkte stattfinden.

Verkehrstechnisch wird das Fachmarktzentrum über die Mettenheimerstraße erschlossen. Deren Einmündung in die Ludwigsluster bekommt eine neue Ampel. Außerdem wird es zwei Ausfahrten auf die Ludwigsluster geben. Eine Straßenbahnhaltestelle liegt quasi vor der Tür.

Um das Fachmarktzentrum hatte es lange Diskussionen gegeben, weil Einzelhändler einen Umsatzrückgang befürchten und damit ihre Existenz bedroht sehen.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen