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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 09:34 Uhr

Diskussion zeigt : Schweriner wollen neue Buga

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Podiumsdiskussion im Schlosspark-Center unterstreicht den Wunsch und benennt zugleich Voraussetzungen für möglichen Erfolg

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die Fotoausstellung derzeit im Schlosspark-Center zeigt die schönsten Seiten der Buga 2009 in Schwerin. SVZ-Leser hatten die 1200 Bilder eingesandt und viele Schweriner bleiben jetzt davor stehen und erinnern sich gern an die Gartenschau. Vor diesem Hintergrund diskutierten gestern die SVZ-Redakteure Timo Weber und Gert Steinhagen mit Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, Katharina Lawrenz von der Stadtmarketing Gesellschaft, dem Geschäftsführer der damaligen Buga gGmbH und Chef Stadtwerke, Dr. Josef Wolf und Hugo Klöbzig von Pro Schwerin und dem Kultur- und Gartensommerverein über Chancen und Risiken einer erneuten Buga-Bewerbung. Das Fazit fiel genauso eindeutig aus wie eine Umfrage unserer Redaktion: Die Schweriner wollen eine neue Buga.

Allerdings wurde in der Podiumsdiskussion rasch klar, dass dafür einige Voraussetzungen notwendig sind. Und die brachte OB Gramkow auf den Punkt: „Eine neue Buga in Schwerin wäre toll, aber sie kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir Unterstützung vom Land bekommen. Und sie muss so konzipiert sein, dass sie mit unserem Weltkulturerbe-Antrag kompatibel ist.“ Keine Sorgen mache sie sich um eine weitere Grundbedingung: das Wir-Gefühl der Schweriner, sich gemeinsam dafür zu engagieren.

 

Darum macht sich auch Katharina Lawrenz keine Sorgen: „Wir brauchen jede Initiative, die Besucher nach Schwerin zieht“, sagte sie und erinnerte an die Tourismus-Bilanz von 2009, die eine 30-prozentige Steigerung der Übernachtungszahlen und Gewinne auch für viele andere Branchen brachte.

Auch Klöbzig rechnet mit breiter Zustimmung und Unterstützung: „Als wir vor 20 Jahren mit der Buga-Idee angetreten sind, wurden wir von vielen nur belächelt, alles war schwierig. Heute können wir mit dem Erfolg von 2009 im Rücken überall anklopfen.“

Dr. Wolf geht noch einen Schritt weiter: „Unser Konzept von damals war grandios: Eine ganze Stadt wird Buga. Das kann man gar nicht besser machen, das würde auch heute noch ziehen. Für die Buga 2009 mussten wir noch viele Abstriche machen und uns konzentrieren, weil die Kraft und das Geld nicht für alles ausreichten, aber die Ideen waren trotzdem gut. Da könnte man vieles wieder aufgreifen. Natürlich müsste das alte Konzept überarbeitet, schick gemacht und an die neuen Bedingungen angepasst werden. Aber machbar wäre das sicher“, ist der erfahrene Buga-Macher überzeugt.

Ein paar neue Ideen streute Gramkow, die sich offenkundig schon sehr ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, dann ganz nebenbei noch ein: „Warum zum Beispiel sollte man die Themengärten diesmal nicht auf dem Wasser ansiedeln? Technisch ist das überhaupt kein Problem und auch mit dem Naturschutz und der Unesco-Bewerbung dürfte das unter einen Hut zu bringen sein, denn die Ausstellung wäre ja nur temporär. Und dass wir mit Geld bei einer Buga umgehen können, haben wir ja bewiesen.“

Die anderen Diskussionsteilnehmer steuerten sogleich noch weitere Ideen bei: Die Aufwertung des Franzosenwegs und die direkte Einbeziehung von Kaninchenwerder, die Entwicklung des Hopfenbruch-Areals und vieles mehr. So fiel Timo Weber die Zusammenfassung leicht: Nun komme es darauf an, die Ideen auszuformulieren und in ein Konzept zu gießen und die Schweriner dafür zu begeistern.

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