Arbeitsmarkt : Schweriner Wirtschaft wächst

Das Technologie- und Gewerbezentrum hat seine Fläche um sieben Hektar erweitert und hofft jetzt auf weitere Unternehmensansiedlungen.
Das Technologie- und Gewerbezentrum hat seine Fläche um sieben Hektar erweitert und hofft jetzt auf weitere Unternehmensansiedlungen.

Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr, die Steuereinnahmen für die Stadt sprudeln

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16. November 2015, 21:00 Uhr

Ein Wirtschaftsstandort ist die Landeshauptstadt nicht gerade. Strukturbestimmend sind Dienstleistungsfirmen und vor allem Verwaltungen. Um so wichtiger ist jede positive Unternehmensentwicklung, jede Ansiedlung.

Erfreuliche Bilanz: Erstmals seit der Wiedervereinigung liegt die Arbeitslosenquote in Schwerin unter zehn Prozent. Im Gegenzug sprudeln für die Stadt die Gewerbesteuern und ihr Anteil an der Einkommenssteuer so reichlich, wie noch nie. Die Betriebe suchen Fachkräfte, es fehlen Auszubildende, manche Lehrstelle bleibt unbesetzt. „Die Wirtschaft in der Stadt ist auf sehr gutem Weg“, sagt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum. Er erinnert an sein Versprechen, das er noch als Chef des Amtes für Wirtschaftsförderung gegeben hatte. „Im Moment haben wir tatsächlich jedes Jahr eine neue Ansiedlung im Industriepark in den Göhrener Tannen.“ So wird das Unternehmen United Caps, Hersteller von Flaschenverschlüssen, Ende dieses Monats sein neues Werk einweihen. Ebenfalls in diesem Jahr will der Plastic-Verarbeiter FVH Folienveredlung die Produktion aufnehmen. Die am Fährweg bereits ansässigen Firmen Flamm-Aerotec und PTS Precision erweitern ihre Standorte. Und es geht weiter. Im kommenden Jahr will die Firma ZIM Flugsitz, derzeit ansässig in Markdorf in der Nähe des Bodensees, im Industriepark Hightec-Flugzeugsitze bauen.

Auch das Technologie- und Gewerbezentrum an der Hagenower Straße ist auf Expansionskurs. Vor Kurzem wurde gerade eine sieben Hektar große Erweiterungsfläche nach dem Abschluss der Erschließungsarbeiten für die Ansiedlung weiterer Unternehmen freigegeben. „Wir hoffen auf Firmen mit eigenen Produkten, die Arbeitsplätze in der Entwicklung, aber auch in Produktion und Verpackung schaffen“, sagte Andreas Scher, der Vorstandsvorsitzende des TGZ. Und Dezernent Bernd Nottebaum erweiterte seine Selbstverpflichtung: „Auch beim Technologie- und Gewerbezentrum wollen wir jedes Jahr mindestens eine neue Firma ansiedeln.“ Derzeit sind dort etwa 600 Mitarbeiter in 50 Unternehmen beschäftigt.

All diese Neuansiedlungen und Firmenerweiterungen haben einen wesentlichen Nebeneffekt. Die Aufträge gehen zum überwiegenden Teil an Firmen aus der Region. „Dadurch werden dort Arbeitsplätze gesichert und manchmal entstehen auch bei bestehenden Betrieben neue“, so Nottebaum.

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