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Lehrlinge aus MV gehören zu den besten Nachwuchsgärtnern : Schweriner Trio hat die grünsten Daumen

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Zum ersten Mal konnten Lehrlinge aus MV den Sieg im Regionalentscheid des Berufswettbewerbes für junge Gärtnerinnen und Gärtner erringen. Ein Trio aus Schwerin setzte sich gegen elf Teams durch.

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erstellt am 26.Jun.2013 | 06:02 Uhr

Schwerin | Was für ein Erfolg: Zum ersten Mal konnten Lehrlinge aus Mecklenburg-Vorpommern den Sieg im Regionalentscheid des Berufswettbewerbes für junge Gärtnerinnen und Gärtner erringen. Das Trio aus Schwerin, bestehend aus Cindy Schmidt, Hannes Egdorf und Martin Steinitz, setzte sich gegen elf Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg durch. Doch viel Zeit zum Feiern bleibt den Schwerinern nicht. Der nächste Wettkampf steht bereits an. Vom 4. bis 5. September misst sich die Dreiergruppe im Bundeswettbewerb in Hamburg mit den besten Auszubildenden aus ganz Deutschland. Auf der Internationalen Gartenschau wollen sie zeigen, dass sie den Titel "Beste Nachwuchsgärtner Norddeutschlands" in ihrer Ausbildungsstufe zweites Lehrjahr verdient gewonnen haben. Das Ziel: Mit fundiertem Fachwissen über Pflanzen und Baumaterialen aus dem Gartenbau sowie Kreativität die Jury erneut überzeugen.

So wird Cindy Schmidt wieder ihr Können im Bereich der Floristik beweisen. Damit konnte die angehende Friedhofsgärtnerin bereits beim Regionalentscheid punkten. In weniger als 25 Minuten steckte sie einen Blumenkranz in den Landesfarben von Mecklenburg-Vorpommern. "Das war schon sehr anspruchsvoll. Wir wussten vorher ja nicht genau, was uns im Wettbewerb erwartet", erzählt Schmidt. Die 23-Jährige, die ihre Ausbildung bei Salo und Partner absolviert, hat sich bewusst für den Beruf als Friedhofsgärtnerin entschieden . "Ich habe im Rahmen der Berufsvorbereitung in den Arbeitsbereich reingeschnuppert und es hat mir sehr gefallen. Die Arbeit auf dem Friedhof ist ruhig. Es gibt keinen Zeitdruck und nicht so viele Menschen", sagt sie. "Zudem habe ich die Möglichkeit, mit der Vielfalt an Pflanzen etwas Schönes zu gestalten, mich auszuprobieren." Etwas mit den eigenen Händen zu leisten, war auch für Hannes Egdorf ausschlaggebend, sich im grünen Bereich ausbilden zu lassen. Seit zwei Jahren lernt er bei der Klemt Gala GmbH Garten- und Landschaftsbau. "Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, war viel draußen und habe immer gern etwas im Garten gebaut - besonders mit Holz. Es ist einfach schön, zu sehen, was man selbst erschaffen kann", so der 21-Jährige. Dass er sich mit Holz als auch mit Gesteinen gut auskennt, zeigte Egdorf auch im Regionalentscheid. Ohne Probleme bestimmte er verschiedene Gehölze und Steinarten, berichtete über ihre Entstehung, Verarbeitung und Einsatzgebiete. "Das hat Spaß gemacht. Und ich freue mich auf den Bundeswettbewerb. Aufgeregt bin ich aber nicht", sagt er.

Gelassen sieht dem Bundesfinale auch Martin Steinitz entgegen. Der künftige Gemüsegärtner der Gärtnerei Hof Medewege komplettiert das grüne Trio. Er freut sich darauf, die anderen Teams kennen zulernen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Um diese erfolgreich zu meistern, bereitet sich der 23-Jährige sorgfältig vor. "Ich frische die Theorie nochmal auf", so Steinitz. Die Kräuterkunde beherrscht er jedenfalls Davon überzeugte er bereits die Juroren im Regionalentscheid. Anhand von Fotos erkannte er die unterschiedlichen Pflanzen, nannte ihre deutschen wie botanischen Namen und berichtete etwas über deren Anbau sowie Weiterverarbeitung in der Küche. Die Leidenschaft für das Gärtnern hat Steinitz von seiner Mutter. "Sie hat einen großen Garten. Da hab ich immer mitgeholfen und auch eigene Beete bewirtschaftet. Ich finde es einfach toll, Pflanzen von der Saat bis zur Ernte zu begleiten", erzählt er.

Ob Martin Steinitz, Cindy Schmidt und Hannes Egdorf nicht nur die grünsten Daumen des Nordens, sondern auch Deutschlands haben, zeigt sich Anfang September beim Bundeswettbewerb. Der Sieg beim Regionalentscheid ist aber bereits ein Erfolg.

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