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Offenes Singen : Schweriner singen vor Nabucco-Bühne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bewegendes Erlebnis: Verdis „Gefangenenchor“ erklingt aus 1000 Kehlen

von
erstellt am 15.Jun.2014 | 22:13 Uhr

„Das war sensationell“, sagte Intendant Joachim Kümmritz mit bewegter Stimme, nachdem er gemeinsam mit rund 1000 Sängern auf den Rängen der „Nabucco“-Bühne Verdis berühmten „Gefangenenchor“ gesungen hatte. Chordirektor Ulrich Barthel hatte im Festjahr „200 Jahre bürgerlicher Chorgesang in Schwerin“ das dritte öffentliche Singen auf dem Alten Garten in die Kulissen der Schlossfestspiele gelegt, um die Sänger schon mal an der Sommeroper schnuppern zu lassen. Das Einsingen startete er noch mit etwa 800 Leuten, die Plätze auf den Traversen waren etwa zur Hälfte gefüllt, doch es strömten immer mehr Leute auf die Ränge, die mitsingen und an dem Erlebnis teilhaben wollten. „Herr Barthel macht das wunderbar, mit so einer Fröhlichkeit das Singen zu leiten und Sänger aller Couleur zu einem Chor zu vereinen. Das ist bravourös“, sagte Peter Dethloff, selbst renommierter Chorleiter, begeistert. Kein Wunder, dass der auf der „Nabucco“-Bühne wort- und gestenreich agierende Dirigent mehrfach Szenenapplaus bekam.

„Ich bin gern hier, Singen macht Spaß und ist immer wieder schön. Es werden so viele Erinnerungen wach“, sagte Erika Sembritzki. Selbst junge Leute wie die 15-jährige Lena Becker, waren begeistert. „Es ist einfach schön. Ich habe gern mitgesungen“, sagte die junge Schwerinerin.

Trotz der vielen Zugabe-Rufe mussten die Sänger nach 45 Minuten die Bühne räumen – die Kulissenbauer forderten ihr Recht. „Aber wir werden in der neuen Spielzeit Wege finden, die Reihe der öffentlichen Singen fortzusetzen“, versprach Barthel. Der Chor der Volkshochschule bekommt als Dankeschön aber schon vorher eine Sonderstunde.

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