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Volleyball : Schweriner SC meistert souverän Saison-Auftakt

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Der Titelverteidiger Schweriner SC ist erfolgreich in die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga der Frauen gestartet. Die Mecklenburgerinnen bezwangen am Fraitag den VfB Suhl mit 3:0.

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erstellt am 19.Okt.2012 | 09:15 Uhr

188 Tage mussten die Fans des Schweriner SC warten, um wieder Live-Volleyball in der Arena zu sehen. Gestern Abend war es endlich soweit. Dem deutschen Meister war es vorbehalten, das Saison-Eröffnungsspiel in der Bundesliga zu bestreiten. Vor 1425 Zuschauern und damit in pärchtiger Atmosphäre ließen die SSC-Damen dem VfB Suhl nicht die Spur einer Chance und gewannen souverän mit 3:0 (16, 14, 26 ).

Mit einem stimmungsvollen Vorprogramm wurde die neue Spielzeit eröffnet. Auf der Videowand gab es noch einmal einen Rückblick mit bewegenden Bildern vom Pokalsieg im März und vom Gewinn der deutschen Meisterschaft in Dresden. Die sieben- bis 14-jährigen Sportgymnastinnen des TSV Schwerin zeigten ihr Können.
Und Klaus-Peter Jung, Sprecher der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) trug die Meisterschale in die Arena. Begleitet wurde er von den Meisterspielerinnen der vergangenen Jahre, Patricia Thormann und Julia Retzlaff, die beide ihre sportliche Karriere beendet haben. „Ich wünsche uns allen viele spannende Spiele, der Beste möge am Ende die Meisterschale erhalten. Hiermit erkläre ich die Saison 2012/2013 für eröffnet“, so der DVL-Vorsitzende Michael Evers. Bevor die Teams loslegten, sangen die Schweriner Tenöre des Mecklenburgischen Staatstheaters die Nationalhymne – beeindruckend. Da brandete zum ersten Mal Riesenapplaus in der Arena auf.

Dann erfolgte der langersehnte erste Aufschlag. Die Spannung war förmlich in der Arena zu spüren. Wie präsentiert sich die neuformierte Mannschaft von SSC-Trainer Teun Buijs? Mit den beiden Mittelblockerinnen Lucia Hatinova und Quinta Steenbergen sowie Rückkehrerin Lousi Souza Ziegler im Außenangriff standen gleich drei Neue im ersten Sechser.

Die SSC-Damen wollten den Schwung der Super-Vorbereitung mit in den Saison-Auftakt nehmen. Und das gelang ihnen in den ersten beiden Sätzen beeindruckend. Dass die drei eine echte Verstärkung für den deutschen Doublegewinner sind, zeigten sie mehrfach. Zuspielerin Denise Hanke setzte sie ein ums andere Mal ein.

„Ich kann hinspielen wohin ich will, die wissen, was sie tun müssen“, hatte der SSC-Kapitän schon kurz vor Saisonbeginn gesagt. Die 23-Jährige wurde gestern als beste Spielerin beim SSC ausgezeichnet. Wenn die Annahme gut stand, konnte Denise Hanke schnell über die Mitte die Slowakin Hatinova anspielen, die auch im Block beherzt zugriff. Ebenso wie Quinta Steenbergen. Die Außenangreiferin aus Brasilien war immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde.

Gewöhnen muss man sich erst noch daran, dass Mittelblockerin Anja Brandt auf die Diagonalposition gewechselt ist. Und der Blondschopf, der erst seit gut sechs Wochen da spielt, machte das wirklich gut. Aber sie ist eben auch eine Blockerin. Wie Trainer Teun Buijs sagte, mit „Quinta, Lucia und Anja haben wir einen Riesenblock. Da wird es schwer für die anderen, daran vorbeizukommen.“

Und das war gestern phasenweise sehr gut zu sehen. Suhl blieb des öfteren im SSC-Block hängen. Die Gäste waren in den ersten beiden Sätzen überfordert. Ihr Trainer Felix Koslowski hatte vorher versprochen: „Wir werden kämpfen.“ Und das taten sie dann in Satz drei. Beim Schweriner SC ließ ein wenig die Konzentration nach und so kamen die Thüringerinnen urplötzlich ins Spiel. Es wurde richtig eng.
Doch der SSC machte da weiter, wo er im April aufgehört hatte. Unbeeindruckt von Satzbällen gegen sich, blieben die Schwerinerinnen nervenstark, besannen sich wieder auf ihre Stärken und gingen als verdienter Sieger vom Feld.

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