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74-jährige wurde Opfer von Enkeltrick-Betrügern : Schweriner Rentnerin um 12 000 Euro geprellt

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Sie wollte einem Verwandten helfen und wurde Opfer von Kriminellen: Eine 74-jährige Schwerinerin aus der Paulsstadt ist am Donnerstag von so genannten Enkeltrick-Betrügern um satte 12 000 Euro geprellt worden.

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erstellt am 13.Apr.2012 | 08:09 Uhr

Schwerin | Sie wollte einem Verwandten aus einer finanziellen Notlage helfen und wurde Opfer von Kriminellen: Eine 74-jährige Schwerinerin aus der Paulsstadt ist am Donnerstag von so genan nten Enkeltrick-Betrügern um 12 000 Euro geprellt worden. Das teilte die Schweriner Polizei gestern mit.

Gegen 12.15 Uhr hatte die 74-Jährige am Donnerstag einen Anruf von einem vermeintlichen Vetter erhalten. "Der Mann sagte seiner angeblichen Cousine dann, dass er 42 000 Euro bräuchte, um eine Wohnung in Rostock zu bezahlen. Die Dame sagte, dass sie nicht so viel Geld habe und bot einen Geldbetrag von 11 000 Euro an", berichtete die Sprecherin der Schweriner Polizeiinspektion, Madlen Fafczynski. Tatsächlich sei die Rentnerin dann zu ihrer Bank gegangen und habe 12 000 Euro von ihrem Konto abgehoben. "Sofort danach meldete sich der Mann wieder und sagte, dass er nicht kommen könnte, er aber eine gute Freundin schicken würde. Diese kam dann auch, und die ältere Dame übergab der Frau das gesamte Geld in einem Umschlag", so Fafczynski.

Kurze Zeit später habe die 74-Jährige ihren richtigen Cousin angerufen, dabei sei dann der Betrug aufgeflogen, schilderte die Polizeisprecherin. Die Geschädigte habe die Geldbotin wie folgt besch reiben können: 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,60 Mete groß, kräftige Figur. Zum Tatzeitpunkt soll die Frau unter anderem ein Kopftuch getragen haben. Hinweise von Zeugen nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0385-20 70 22 21 entgegen.

Schon am Donnerstag waren der Polizei zwei Fälle eines versuchten Enkel trick-Betrugs in der Landeshauptstadt bekannt geworden (wir berichteten). Zunächst hatte eine 88-jährige Frau aus Lankow einen Anruf von einer unbekannten Person erhalten. Am anderen Ende der Leitung gab sich ein Mann als Enkelsohn aus und bat seine angebliche Großmutter um Geld oder Schmuck, um sich ein Auto kaufen zu können. Zu einem gleichgelagerten Fall kam es anschließend gegen 12 Uhr auf dem Großen Dreesch. Dort erhielt eine 86-jährige Frau einen ähnlichen Anruf. "In beiden Fällen gaben die Angerufenen an, keine derart große Geldsumme zu be sitzen. Es blieb somit bei zwei versuchten Betrugsstraftaten", erklärte Polizeisprecherin Fafczynski.

Das Schweriner Kriminalkommissariat rät älteren Bürgern, sich auf Geldforderungen von angeblichen Verwandten nicht einzulassen. "Auf gar keinen Fall sollte Geld an unbekannte Personen übergeben werden", betont der Leiter des Sachgebietes Betrug, Sylvio Gode.

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