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Schreck im Urlaub : Schweriner Mediziner retten junge Griechin

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Sie wollte das erste Mal Schnee anfassen und mit ihren Eltern Freunde in Deutschland besuchen. Dann kam das Unglück: Für die 14-jährige Griechin Dimitra Kalyva wurde der Urlaub jäh durch einen Schlaganfall unterbrochen.

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erstellt am 26.Feb.2012 | 06:51 Uhr

Schwerin | Sie wollte das erste Mal Schnee anfassen und mit ihren Eltern Freunde in Deutschland besuchen. Dann das Unglück: Für die 14-jährige Griechin Dimitra Kalyva wurde der Urlaub durch einen Schlaganfall unterbrochen.

Über Weihnachten bei Freunden in Friedrichsthal fröhlich feiern. Einmal Schnee anfassen und Menschen wiedersehen, die ansonsten ihren Urlaub im Hotel Esperos Village auf Rhodos buchen. Theo Kalyva, Vater zweier Töchter, hätte sich nichts Schöneres vorstellen können. Doch am Nachmittag des 4. Januars klagte seine jüngste Tochter über Kopfschmerzen und Übelkeit. Sein Freund Dimitri Giannikis verständigte gegen 18 Uhr den Notarzt. Der war in wenigen Minuten vor Ort und diagnostizierte "Schlaganfall".

Sofort wurde Dimitra in die Notaufnahme der Helios-Kliniken Schwerin gefahren. Von 21 Uhr bis 1.30 Uhr dauerte die erste Not-Operation. Eine genetische Aderschwäche hatte den Blutstau im Kopf des jungen Mädchens verursacht und so den Schlaganfall ausgelöst.

Mit einer zweiten Operation wurde der Druck im Kopf gemindert. 14 Tage mussten die Ärzte Dimitra ins künstliche Koma versetzen. Für Vater Theo und Mutter Anseliki eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen.

"Als Dimitra Ende Januar wieder aus dem Koma geholt wurde, ging für uns die Sonne auf", sagt Theo Kalyva. "Es ist unglaublich, wie herzlich wir im Krankenhaus von den Ärzten, Schwestern und Pflegern aufgenommen wurden. Freunde, die wir aus Urlaubstagen auf Rhodos kennen, kamen einfach vorbei und halfen, wo sie nur konnten." Das größte Wunder aber kam für die Familie an jenem Tag, an dem sich Dimitra wieder langsam bewegen konnte.

"Wir sind so dankbar, dass wir zu diesem Zeitpunkt in Schwerin waren und ein so modernes Krankenhaus vorgefunden haben. Das wäre in Griechenland derzeit nicht möglich gewesen. Auf Rhodos wurden sogar Krankenhäuser geschlossen", berichtet der Vater.

Dimitra ist inzwischen aus dem Schweriner Krankenhaus in die Helios-Reha-Klinik nach Geesthacht überwiesen worden. Sie spürte endlich den ersten Schnee zwischen ihren Fingern und jeden Tag kommt ein Stück Leben zurück.

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