Musikfestival Place2Be : Schweriner machen Party für Schwerin

<strong>Mehrere tausend Besucher feierten</strong> am Sonnabend auf der Schwimmenden Wiese die Premiere des Musikfestes. Auf drei Bühnen gab es Musik aus der Konserve und Live-Klänge, bis in den Morgen ging die Party im Klub Zenit am Pappelgrund weiter. <fotos>Timo Weber</fotos>
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Mehrere tausend Besucher feierten am Sonnabend auf der Schwimmenden Wiese die Premiere des Musikfestes. Auf drei Bühnen gab es Musik aus der Konserve und Live-Klänge, bis in den Morgen ging die Party im Klub Zenit am Pappelgrund weiter. Timo Weber

Die Botschaft bei Funk, Hip Hop, Rap und Techno zwischen "Main Floor", "Black Floor" und Electro Floor" war klar: "Wir sind von hier, wir bleiben hier" - und haben Spaß. Tausende ließen sich Musik & Party nicht entgehen.

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29. Juli 2012, 04:12 Uhr

Ostorf | Die Botschaft bei Funk, Hip Hop, Rap und Techno zwischen "Main Floor", "Black Floor" und Electro Floor" war klar: "Wir sind von hier, wir bleiben hier" - und haben Spaß. Anders jedoch als die Love-Parade, die in Schwerin als Job-Parade die Arbeitsplätze für die Jugend in den Mittelpunkt ihrer Aktionen stellte, haben die Veranstalter des erstmals ausgerichteten Festivals eine anderes Ziel: ",Wir sind von hier, wir bleiben hier soll das Motto der heranwachsenden Generation in Schwerin sein", sagen Björn Beglau, Issa Saleh, Till Mothes und Till Ilic. Die Schweriner wissen, wovon sie reden. Sie haben am Fridericianum ihr Abitur gemacht und studieren jetzt. Das Musik-Festival auf der Schwimmenden Wiese unter dem Titel "Place2Be" - inklusive der After-Show-Party im Zenit-Club - sollen vermitteln: Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur wegen der schönen Landschaft, der Ruhe und den Arbeitsmöglichkeiten ein ausgezeichneter Platz zum Leben, sondern eben auch "wegen seiner tollen Events", wie die Organisatoren sagen.

Erfahrungen bringen alle vier mit. "Zuerst hatten wir die Gelegenheit, die Abi-Partys für unsere Oberstufe zu gestalten. Später halfen wir bei der Umsetzung von Partys in diversen Clubs in Schwerin." Das Festival am Sonnabend sprach dann genau diejenigen an, die solche Partys auch ansonsten besuchen: Schüler, Azubis und Studenten zwischen 16 und 25 Jahren.

Die Organisatoren haben sich dafür nicht nur jede Menge musikalische Unterstützung geholt - die Palette reichte von "Die Beginner" bis zu mehr als 40 DJs wie Uwe Worlitzer -, sondern auch diverse Partner. Neben dem Regionalmarketing-Verein, der Stadtmarketing-Gesellschaft und verschiedenen Unternehmen der Stadt waren auch die Bundeswehr, die Agentur mv4you und die Hochschule Wismar mit im Boot. Unterstützung gab es auch vom Ordnungsamt und der Oberbürgermeisterin, betont Björn Beglau. "Wir haben das Sicherheitskonzept mit der Stadt abgestimmt und konnten von den städtischen Erfahrungen profitieren", lobt der Partymacher. Öffentliches Geld gab es für "Place2Be" im Übrigen keines. Und so haben die vier Schweriner dank ihrer Kontakte und bisher organisierten Partys in der Landeshauptstadt quasi alles selbst erledigt - vom Catering bis hin zur Security. "Zenit, M8 - alle helfen uns. Die Klubchefs sind auch alle her gekommen", berichtet Björn Beglau stolz, der erst im vergangenen Jahr im "Fritz" sein Abi gemacht hat und jetzt Wirtschaftswissenschaften an der Uni Rostock studiert.

Die Botschaft der Veranstaltung haben die Organisatoren bewusst nicht plakativ vermarktet. "Wir wollten hier jetzt keine Spruchbänder aufhängen oder so", sagt Björn Beglau lachend. "Das wäre auch gar nicht angekommen." Aber die große Resonanz auf die Werbung für die Party über soziale Netzwerke, wo der Gedanke "Wir sind von hier, wir bleiben hier" stets oben an stand, hätte gezeigt, dass die Idee richtig war. "Bis nach Hamburg, Berlin, Greifswald und Lübeck haben wir Eintrittskarten verkauft." Sein Fazit: So müsse es auch die Stadt selbst machen, für sich in anderen Orten offensiv werben.

Und der Party-Ort, die Schwimmende Wiese, sei "perfekt", sagt Björn Beglau. "Zentral gelegen, gut erreichbar, bisher noch nicht für eine öffentliche Party genutzt - ideal." Und richtig: Seit der Buga ist der Platz nicht mehr so voll gewesen. Gehe es nach ihm, so wird es eine Wiederauflage des Musikfestes geben. Aber daran denke er jetzt noch überhaupt nicht. Nach mehr als einem halben Jahr Vorbereitungsarbeit gäbe es jetzt erst einmal eine Party-Pause.

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