Schwerin : Schweriner Jusos sagen nein zur GroKo

Auf der SPD-Regionalkonferenz am vergangenen Wochenende bekräftigten die Schweriner Jusos ihre Ablehnung des Koalitionsvertrages.
Auf der SPD-Regionalkonferenz am vergangenen Wochenende bekräftigten die Schweriner Jusos ihre Ablehnung des Koalitionsvertrages.

Mitgliederbefragung: SPD-Nachwuchs will mehrheitlich Große Koalition ablehnen

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01. März 2018, 21:00 Uhr

Bis Freitagabend können die Sozialdemokraten noch über die SPD-Beteiligung an der Großen Koalition in Berlin abstimmen. Die Haltung der Schweriner Jungsozialisten in der SPD zur Groko hat sich auch nach der Regionalkonferenz in der Landeshauptstadt nicht geändert. „Trotz guter Verhandlungen und Verhandlungsergebnisse in Berlin kann der vorliegende Koalitionsvertrag nicht den Ansprüchen der SPD genügen“, sagt Juso-Landeschef Sebastian Winter. „Wir wollen Veränderungen in der Gesellschaft. In dieser Koalition werden wir aber nur Trippelschritte schaffen“, fasst er zusammen, was viele junge Schweriner Sozialdemokraten denken.

Für diese Position habe er auf der Regionalkonferenz, aber auch im Schweriner Alltag viel Zustimmung bekommen. Die vergangenen Jahre der Großen Koalition auf Bundesebene hätten gezeigt, dass sie weder für die SPD noch für die politische Debattenkultur in Deutschland gut gewesen sei. „Bei der Mitgliederbefragung 2013 habe ich noch dafür gestimmt, jetzt aber lehne ich sie ab“, erklärt Winter, fügt aber hinzu: „Die Entscheidung muss jeder Sozialdemokrat für sich selbst treffen. Ich werbe dafür, dass sich möglichst viele Genossen an der Mitgliederbefragung beteiligen, dann aber auch das Ergebnis akzeptieren.“ Das gehöre zur Demokratie dazu.

Und einen persönlichen Wunsch schickt der Landeschef noch hinterher: „Wir hatten in den vergangenen Wochen viele Neueintritte in die SPD. Ich hoffe, dass alle bleiben, denn wir brauchen jeden einzelnen Genossen, wenn wir etwas verändern wollen.“

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