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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 13:49 Uhr

Schweriner Immobilienpreise steigen

vom

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2012 | 06:15 Uhr

Schwerin | Wohnen wird teurer in Schwerin. "Die Nachfrage nach Wohneigentum übersteigt bei Weitem das Angebot", berichten der Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH, Mathias Wahsenak, und Dr. Uwe Krink, Abteilungsdirektor der Ostdeutschen Landesbausparkasse AG. Damit schlägt jetzt sowohl in MV als auch in der Landeshauptstadt ein bundesweiter Trend durch. In diesem Jahr sei sowohl bei der Anzahl der verkauften Immobilien als auch bei deren Verkaufswert ein deutlicher Anstieg von 12,1 beziehungsweise 13,9 Prozent zu verzeichnen.

In Schwerin kostet nach LBS-Analyse derzeit ein Einfamilienhaus in mittlerer Größe, also etwa 125 Quadratmeter Wohnfläche, und mit mittlerer Ausstattung im Durchschnitt etwa 155 000 Euro. Damit liegt Schwerin zwar über dem Landesdurchschnitt, aber noch ein Viertel unter den Rostocker Preisen. Noch größer werden die Unterschiede bei Immobilien in guter Lage. Ein 150 Quadratmeter großes Haus kostet in der Landeshauptstadt durchschnittlich 190 000 Euro, in der Hansestadt werden dafür schon 400 000 Euro fällig. "Vor allem im Hochpreissegment übersteigt die Nachfrage erheblich das Angebot", sagt Wahsenak. Besonders gefragt sei dabei Wohnen am Wasser. Dieser Trend der steigenden Preise für Wohneigentum schlage sich übrigens auch auf die Mieten nieder, berichtet Dr. Krink aus langjähriger Erfahrung.

Für die hohe Nachfrage führt Wahsenak drei Gründe ins Feld: ein günstiger Zinssatz für Baukredite, ein hoher staatlicher Zuschuss, die so genannte Wohn-Riester-Förderung mit bis zu 50 000 Euro für eine Familie mit zwei Kindern, und die langfristige Sicherheit, die eine Immobilie bietet, etwa als Altersvorsorge.

Deshalb sind sich die Experten der LBS sicher, dass sich dieser Trend steigender Preise fortsetzt. Von einer Immobilien-Blase, wie sie die USA oder Spanien in den vergangenen Jahren erschüttert hatte, sei Deutschland, zumindest aber die neuen Bundesländer, weit entfernt. "In Mecklenburg-Vorpommern sind nach unserer Analyse etwa 33 Prozent der Familien im Besitz einer Immobilie, leisten könnten sich das aber gut 70 Prozent", berichtet Wahsenak. Damit gäbe es hier noch enormes Potenzial auf diesem Markt. Im Gegensatz zu Bayern. Dort hätten zwar 46 Prozent der Einwohner eine Immobilie, doch leisten könnten sich dort auch nur 54 Prozent der Familien ein eigenes Haus. Wohneigentum sei für die meisten Schweriner machbar und biete neben hoher Wohnqualität auch eine gute Form der Altersvorsorge, fassen die LBS-Experten die Marktlage zusammen. Sie prognostizieren angesichts der günstigen Zinsen für die nächsten Jahre eine weiter wachsende Nachfrage vor allem durch junge Familien und die Generation 50 plus. Dabei weise die Statistik aus, dass mehr als 90 Prozent der Immobilien-Käufer aus der Region kommen. Lediglich im Hochpreissegment für Wohnen in exklusiver Lage sei zu beobachten, dass Kaufinteressenten in erheblicher Größenordnung aus anderen Bundesländern kommen.

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